| Wie schon auf der vorherigen Seite erwähnt, verbinde ich mit abstrakter Fotografie die Idee, dass man frei mit Flächen, Farben, Linien und Strukturen umgeht, ohne den sozialen Sinn der abgebildeten Objekte zu bedenken. Die Realität dient, wie auch bei der Malerei, die dieser Art von Fotografie sehr ähnlich ist, als Rohmaterial, aus dem man ein Bild schafft. Hat man sich einmal gelöst von der Forderung, dass das Bild eine emotionale Aussage haben solle, erschlägt einen die Welt richtiggehend mit Farb- und Formpracht und man weiss eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll mit sehen. Jeder Mensch hat wohl eine Vorliebe für Strukturen, Farben und so weiter. Diesen Vorlieben kann man ja nachgehen, um nicht willkürlich zu werden. Ich denke, es ist nicht schlecht, willkürlich zu sein, aber als praktizierende "Künstler" empfiehlt es sich, an einem Thema zu bleiben, damit man erkennbar wird und so sein Image und damit seine Marktposition, und sei es auch im noch so kleinen Rahmen, festigen und ausbauen kann. Man stelle sich bitte ein kleines Augenzinkern des Autors vor. |