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Die meisten Fotos entstehen wohl schon aus persönlichen Gründen, wie etwa Urlaubsfotos oder Portraits. Hier geht es in erster Linie nicht um eine reine Ästhetik oder die reine Dokumentation im Sinne von Sachfotografie oder Fotojournalismus. Es geht um das Einfrieren der Zeit.

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Ein Foto vermittelt einem das Gefühl, sich selbst vor einer Veränderung schonen zu können. Die Vorstellung, eine Situation gehe unwiederbringbar vorrüber, ist so unerträglich, dass man sich an den Strohhalm namens Foto klammert, selbst wenn das in keinerlei Hinsicht mehr ist als ein Hinweis, der Assoziationen weckt. Ihnen wird Bedeutung nur dadurch zugemessen, da sie Relikte sind und auf etwas hinweisen, was man erlebt hat. An sich verlören solche Bilder ihren Sinn zusammen mit der Erinnerung des jeweiligen Besitzers. Daher sind solche Bilder auch oft für einen Betrachter, der nicht die gleichen Erinnerungen hat, schwerer zugänglich. Oder sogar schlichtweg langweilig.

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Vom Kameratyp passt zu dieser Sorte Foto die Kompaktkamera. Sie liefert unkompliziert das, was gewünscht wird: dass das Motiv gut zu erkennen ist und zwar am besten genau so, wie man es selbst sah, als man durch die Kamera geschaut hat.

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  urlaub
erinnerung  
 

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Bei den Überlegungen was die Ziele beim Fotografieren angeht, ging es mir nur um eine Klassifizierung, nicht um eine Bewertung. Natürlich klingt es abwertend, wenn man sagt ein Foto habe keinen Sinn durch sich selbst. Aber es geht hier um die Absicht des Fotografen. Und in diesem Fall ist die Absicht genau die, etwas herzustellen, das eine Brücke zu selbst erlebten Dingen oder Menschen schlägt. Dafür reicht ein Foto ohne ästhetischen Anspruch. Vielleicht im Gegenteil. Ein durchdesigntes Bild gibt einem vielleicht weniger das Gefühl, dass es "so" gewesen sei, als eines, das nach einem Schnappschuss aussieht. Zur Beurteilung eines Bildes, wenn man es denn beurteilen will, sollte man sich im klaren sein, was die Absicht gewesen ist und nicht zum Beispiel ästhetische Gesichtspunkte einem Familienfoto überstülpen.

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