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| Das Lexikon |
| Belichtung |
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Belichtungsautomatik
Inzwischen gibt es kaum noch Kameras, die keine automatischen Zeit- und Blendeneinstellung aufgrund der automatisch durchgeführten Belichtungsmessung vornehmen. Allerdings kann man meist, zumindest bei Spiegelreflexkameras die Automatik zugunsten einer manuellen Einstellung ausschalten. BelichtungsmessungFindet ausserhalb mit Handmessgeräten statt oder innerhalb der Kamera, meist anhand der ’Through The Lens’-Messung (TTL-Messung). Es gibt im wesentlichen drei Wege, Lichtintensität zu messen. Dabei bedienen sich alle Messgeräte mit Fotowiderstand, als mit elektrische Ladung, die sich durch Lichteinfall verändert. 1. Ein Cadmium-Sulfid-Fotowiderstand (CdS). Günstig für spektrale (Farb-) Messung. Hat ein Lichtgedächtnis, arbeit also etwas träge. 2. Silizium-Fotodiode. Hat kein Gedächtnis, reagiert daher promt. Sie waren früher zu sehr empfindlich für infrarotes Licht, sind inzwischen aber der Empfindlichkeit des Auges angepasst. 3. Gallium-Arsen-Phosphor-Fotodiode (GAP). Kein Lichtgedächtnis, gute spektrale Empfindlichkeit, aber recht teuer. In Handmessgeräten sind einfache (und ältere) Modelle manchmal mit Selen-Zellen ausgerüstet, die ihre Energie aus dem gemessen Licht bekommen, was einen unabhängig von Batterien macht. Die Messgeräte stellt man auf die Empfindlichkeit des Filmes ein und erhält dann Anweisungen, wie weit die Blende offen sein muss und wie lange belichtet werden sollte. Sind sie sensibel für Farben, geben sie auch noch an, ob man Kunst- oder Tageslichtfilter verwende sollte. Der Vorteil von Handmessgeräten ist, dass man punktuell Objekte abtasten kann, um gezielt richtig zu belichten. Dies geht auch mit ’Spotmessung’ durch die Kamera, aber ist unter Umständen umständlicher. Fernerhin kann man mit Blitzbelichtungsmessern auch die notwendige Stärke des Blitzlichtes ermitteln. BlitzbelichtungsmesserBelichtungsmesser, der für kurze Leuchtzeiten ausgelegt ist. DiffusorDa normalerweise Belichtungsmesser einen bestimmten Winkel haben, innerhalb dessen sie messen, muss man, will man eine allgemeine Lichtmessung der gesamten Szenerie durchführen, einen Diffusor vor den Sensor setzen. IntegralmessungTTL-Messung (Through the lens), bei der die Lichtwerte des gesamten Aufnahmewinkels gemessen werden, jedoch die in der Mitte stärker betont werden. Günstige Messung für kontrastarme Situationen. MehrfeldmessungIn Spiegelreflexkameras sorgen mehrere Belichtungssensoren, die unterschiedlich zusammengeschaltet werden können, in unterschiedlichen Beleuchtungssituationen für bessere Ergebnisse. So kann etwa Gegenlicht erkannt werden oder ein sehr heller Himmel. MesswertspeicherWie bei dem Autofokus kann man bei manchen Spiegelreflexkameras auch die Belichtungsmessung an einem Teil des Motivs feststellen und in dieser Position halten während man die Kamera bewegt. NahmessungIn beleuchtungsmässig schwierigen Situationen ist es sinnvoll, die Belichtung direkt am Motiv selbst zu messen. Dafür braucht man eine Spotmessung, die innerhalb der Kamera geschieht oder ein Handmessgerät, das man in die unmittelbare Nähe des Objekts hält. SpotmessungMit der Spot-Belichtungsmessung ist es möglich, selektiv nur einen sehr geringen Kreis im Bildfeld zu messen. Damit kann zum Beispiel die Überbelichtung bei Gegenlichtaufnahmen korrigiert werden, indem man nur das Objekt misst, das sich im Vordergrund befindet. Die Spotmessung, die sich in der (Spiegelreflex-) Kamera befindet, kann auch durch einen Handbelichtungsmesser ersetzt werden, wenn man diesen an das Objekt hält oder den Belichtungswinkel eng begrenzt. |
| Chemie |
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Azetylzellulose
Der Stoff aus dem die Filme sind. Er ist sehr schwer entflammbar und daher werden Filme aus diesem Material auch 'Sicherheitsfilm' genannt. EmulsionDünne Schicht aus Gelatine und lichtempfindlichen Silberhalogenid-Kristallen, welche den lichtempfindlichen Teil des Films ausmacht. Bei der Herstellung werden zuerst Silbernitrat-Salze und in der Regel Kaliumbromid verrührt, damit Silberbromid (lichtempfindliche Kristalle) entstehen kann. Daraufhin folgt die Reifung der Emulsion in verschiedenen Temparaturen und das Auswaschen, damit die Nebenprodukte von Silberbromid, also überschüssige Halogensalze und Kaliumnitrat, aus der Emulsion entfernt werden. Es werden Sensibilisatoren beigefügt, damit der Film nicht nur für blaues, sondern auch für bis zu rotem oder infrarotem, Licht empfindlich wird. Dann wird die Emulsion gehärtet und haltbar gemacht. Bei Farbfilmen werden die Farbkuppler beigemischt, die zusammen mit oxidiertem Entwickler die Farbstoffe bilden. Schliesslich wird die Emulsion mit ungefähr 0,01 mm Dicke auf das Trägermaterial aufgetragen. EntwicklerChemische Flüssigkeit, deren Aufgabe darin besteht, das latente, noch nicht sichtbare Bild im Film sichtbar zu machen. EntwicklungWie bei der Belichtung auch, wird bei der Entwicklung das Silberhalogenid in der Emulsion des Films zu metallischem Silber reduziert. Dabei verändert sich jedoch nicht das Verhältnis von intensivster Dichte und wenigster Dichte. Bei Negativfilmen wird die Entwicklung bei einem bestimmten Wert abgebrochen, bei Diafilmen wird fertigentwickelt. Nach dem Stoppbad wird im Fixierbleichbad der Film auf die Lagerung vorbereitet und das metallische Silber wird herausgelöst, damit es nicht bei der Durchleuchtung das Licht gänzlich blockiert. Schließlich wird der Film gewässert, um ihn von chemikalischen Rückständen zu befreien. FarbkupplerFarbkuppler sind chemische Verbindungen, die dem an sich schwarzweissen Film Farben zuordnen. Dabei reagiert ein Oxidationprodukt der Entwicklung des Films mit den Molekülen der Farbkuppler und bilden dabei Farbstoffe. Es gibt Farbkuppler für drei verschiedene Farben, die mit den für Gelb, Cyan und Magenta zuständigen Schichten des Films verbunden sind. In der Durchsicht ergibt die Mischung dieser drei Farben das farbig richtige Bild (Diapositiv) oder dessen Negativ (Farbnegativ). Diese Farben kommen zum tragen, wenn das Silber aus dem Film herausgelöst wurde. Damit es nicht zu Fehlern in der Farbwiedergabe kommt, müssen die Farbkuppler stets ausschließlich in den für sie vorgesehenen Schicht bleiben und dürfen nicht diffundieren. FarbmaskeZwischen den verschiedenen farbempfindlichen Schichten des Films gibt es sogenannte Farbmasken, die es verhinden sollen, dass die verschiedenen Schichten eine Grenzwellenlänge doppelt aufnehmen. Eine solche Farbmaske lässt auch den Film rötlich erscheinen. Moderne Filme (Agfa Vista ISO 800/30) benutzen diese Farbmasken seit neuem, um die Empfindlichkeit des Filmes zu steigern, indem auch diese Farbkuppler bei der Entwicklung berücksichtigt werden. Korn, KörnigkeitDie Silberhalogenidkristalle in der lichtempfindlichen Emulsion des Filmes haben in etwa eine Grösse von 0,3 bis 2,0 mikrometer (1000stel Meter). Je grösser der einzelne Kristall, desto empfindlicher ist der Film. Nach der Entwicklung sind die Kristalle aufgelöst, aber die Anballung von Silber, bzw. Farbstoffen hinterlässt einen Eindruck von Körnung, vor allem bei starken Vergrösserungen. Die Filmhersteller bemühen sich, die Körnigkeit durch verschiedene Methoden zu verringern, ohne jedoch viel an der Grösse der Kristalle (wenn auch an deren Form) machen zu können ohne Empfindlichkeitseinbussen. SilberhalogenidDie lichtempfindlichen Kristalle in der Emulsion des Filmes bestehen aus Silberhalogeniden, also hauptsächlich Silberbromid, Silberchlorid und Silberjodid. Bei der Belichtung entsteht aus der Spaltung der Verbindung under anderem metallisches Silber, dass bei der Entwicklung geschwärzt wird. Genauer wird dieser Vorgang mit der Silberkeim-Theorie beschrieben. |
| Geschichte |
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Ambrotypie
Preiswertere Alternative zur Daguerreotypie von etwa 1851 bis 1863. Dabei wurde eine Glasplatte mit Kollodium beschichtet und nur sehr leicht belichtet. Danach wurde die Platte vor einen dunklen Hintergrund gefasst. Dadruch entstand der Eindruck eines Positivs. BoxkameraVon Kodak 1888 eingeführte frühe 'Quicksnap'-Kamera. Die Kamera wurde nach dem Belichten zur Entwicklung und neubeladung mit einem Film zu Eastman-Kodak gesandt, welche die Kamera und die Bilder anschliessend zu dem Benutzer zurückschickten. Durch die kleinen Ausmaße und die Unabhängikeit von einem eigenen Labor erleichterte diese Methode das Leben der AmateurfotografInnen. Camera ObscuraIm vierten Jahrhundert vor Christi Geburt sprach Aristoteles bereits von dem Phänomen der Camera Obscura (Lochkamera), bei der ein winziges Loch ein Abbild der Umwelt auf die Rückwand einer ansonsten lichtundurchlässigen Box projeziert, wobei die Projektion 'Kopf' steht. Natürlich dachte man zu der Zeit noch nicht an Silberhalogenidkristalle, die dieses Abbild speichern könnten. Etwa um das Jahr 1000 versah Girolamo Cardano die Camera Obscura mit einer Sammellinse. Man verwendete dieses Gerät zur Beobachtung und zur Mal- und Zeichenhilfe. DaguerreotypieVon Daguerre 1837 erfundene Methode des chemischen Speichern von Lichts auf lichtempfindlichem Material. Dabei wird eine versilberte Kupferplatte mit Joddämpfen (durch Bildung von Silberjodid) lichtempfindlich gemacht. Nach der Belichtung wurde die Platte mit Quecksilberdämpfen entwickelt wobei sich die Legierung Amalgam bildete. Nach der Fixierung musste man die Platte hinter Glas aufbewahren, da sie sehr empfindlich für Kratzer war. Durch Wenden des Bildes kehren sich Helligkeit und Dunkelheit um, sodass sowohl ein Positiv- als auch ein Negativbild sichtbar sind. Nach der Veröffentlichung im Jahre 1839 kaufte die Regierung die Rechte an der Erfindung auf und stellte sie als Geschenk der Welt zur Verfügung. Das Verfahren wurde durch das 'Kollodiumverfahren' abgelöst. FerrotypiePreiswertere Alternative zur Daguerreotypie, ähnlich der Ambrotypie. Ein Kollodiumnegativ wird vor eine geschwärzte Eisenplatte montiert, sodass ein Positiveindruck erscheint. In Amerika recht beliebt und hielt sich auch in Deutschland bis in die 1920er Jahre. FotografieDer Begriff wurde zuerst von Julius Mäder und John Herschel im Jahre 1839 geprägt und bedeutet aus dem Griechischen übersetzt etwa 'Mit Licht zeichnen/schreiben'. Die älteste erhaltene Fotografie der Welt stammt jedoch schon aus dem Jahre 1826 und wurde Nicephore Niepce geschaffen. Er verwendete dazu eine Asphaltschicht, die er 8 Stunden belichtete. Frühere Materialen, etwa Chlorsilberschichten, sind heute nicht mehr erhalten. Die Zusammenarbeit mit Daguerre brachte die Daguerreotypie, deren Rechte die französische Regierung aufkaufte, um sie der Welt zu stiften. Als im Laufe der Weiterentwicklung Archer die Kollodium-Fotografie erfand (1851), die auf beschichteten Glasplatten beruhte und der Fotografie eine gewisse Popularität einbrachte. Die Amateur-Fotografie wurde von Eastman eingeleitet, der den frisch erfundenen (1887) Rollfilm in seine sogenannte Boxkamera steckte, welche der Benutzer nach dem Belichten zur Entwicklung schickte und neu bestückt mit einem Film samt den Bildern zurück bekam. 1907 gelang es A. und L. Lumiere, ein Farbverfahren zu kommerzialisieren, der erst 1935 durch einen Dreischicht-Farbfilm namens "Kodakchrome" vom Markt geschoben wurde. Gleichzeitig mit den Filmen entwickelten sich auch die Kameras, ausgehend von einer 'Camera Obscura' mit einer einfachen Sammellinse, zu immer komplizierteren Aufnahmegeräten. Mit der Einführung der digitalen Fotografie seit etwa 1980 wurde ein weitere grosser Schritt in der Entwicklung der Fotografie gemacht. KalotypieNegativ-Positiv-Entwicklungsverfahren 1841 von Henry F. Talbot erfunden, bei der ersmals viele Abzüge von einem Negativ gemacht werden konnten. Seine Lizensierung liess die Verbreitung kaum zu und durch das Kollodiumverfahren 1851 wurde diese Methode überholt. Kollodium-FotografieMit der Kollodium-Fotografie wurde 1851 die Gaguerreotype abgelöst, da das lichtempfindliche Material auf einer Glasplatte aufgetragen wurde. Die Platten mussten vor der Belichtung bearbeit und sofort danach entwickelt werden. Daher mussten man bei Aufnahmen alle Chemikalien und ein Dunkelzelt mit sich herumtragen. Etwa 1885 wurde die Glasplatte durch eine Gelatine-Trocken-Schicht abgelöst. TrockenplatteRichard Leak Maddox schlug 1871 ein neues Verfahren vor, das die umständliche Kollodium-Fotografie verdrängen sollte. Sie beruhte darauf, dass es Glasplatten mit einer Gelatine-Bromsilberschicht versah, die nicht kurz vor der Belicht präpariert werden mussten. Aber erst später, mit der Verbesserung der Lichtempfindlichkeit durch Charles Bennet, wurde die neue Methode populärer. Er führte auch die fabrikmässige Produktion der Trockenplatten ein, die sehr zur Verbreitung der Fotografie beitrugen. |
| Labortechnik |
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Abwedeln
Im Labor kann man bei Vergrösserungen, der Projektion eines Farbnegativs oder Dias auf Fotopapier, besonders dunkle Flächen dadurch aufhellen, indem man sie kurzzeitig bedeckt. Damit keine scharfen Konturen dabei entstehen, kann man die Bedeckung hin und her wedeln. Meist handelt es sich bei der Bedeckung daher auch um eine runde Pappfläche, die an einem elastischen Draht befästigt ist. Siehe auch Schattenzeichnung. ANSIKurz für 'American National Standards Institute" und beschreibt die Empfindlichkeit von Fotopapier. AusbleichenDamit ein Farbfilm tatsächlich Farben darstellen kann, muss man das metallische Silber, dass durch die Belichtung entstand, aus der Emulsionsschicht herauslösen. Bei dem Vorgang, denn man Ausbleichen nennt, wird das Silber im Bleichbad zu Silbersalz oxidiert. 2. Abzüge bzw Kopien bleichen im Laufe der Zeit allmählich aus. AutooxidationBetrifft diverse Chemikalien, die bei Kontakt mit Sauerstoff oxidieren. Vor allem Entwicklerflüssigkeit oxidiert sehr leicht mit Sauerstoff und wird unwirksam. Daher sollte man sie stets in randvollen Flaschen aufbewaren. BarytpapierFotopapier mit einer sehr saugfähigen Papierschicht, das infolge dessen nach der Entwicklung und Fixierung lang gewässert werden muss. BelichtungsumfangDifferenz zwischen der am meisten und am wenigsten belichteten Stelle des Films. BildtonEine Schwarzweissaufnahme wird als Kopie oder Vergrösserung stets auch in geringen oder stärkerem Umfang einen Farbstich haben. Man kann diesen Bildton aber in verschiedenen Abschnitten des Entwicklungsprozesses beeinflussen. Das Bromsilberfotopapier ist daher sehr beliebt, weil der Bildton in der Praxis als Neutralschwarz erscheint. BleichbadUm das metallische Silber zu Silbersalzen zu oxidieren, werden Filme in ein Bleichbad gelegt. Oft werden Bleichung und Fixierung zusammen im Bleichfixierbad durchgeführt. BromsilberpapierPopulärstes Fotopapier dieser Zeit. Vorteile sind unter anderem hohe Empfindlichkeit und neutralschwarzer Bildton. ChlorbromsilberpapierBraunstichige Variante des Bromsilberpapiers. Chromogene EntwicklungDie schon im Jahre 1912 von Rudolf Fischer und Johann W. Siegrist eingeführte Methode der Farbfilmentwicklung hat bis heute Relevanz. Dabei reagieren die 'Farbkuppler' mit den Oxidationsprodukten der drei verschiedenen, für 'Farbwellenlängen' empfindlichen, Schichten der Emulsion des belichteten Films und bilden dabei Farbstoffe, die nach der Ausbleichung des Silbers als Farb auf den Film zu sehen sind. DIR-KupplerIn englisch: Development inhibitor releasing coupler. Führt zu höherer Kantenschärfe und Farbsättigung bei Farbfilmen, indem die Farbkuppler die Entwicklung benachbarter Silberkristalle in stark belichteten Stellen unterbinden. Dye TransferFarbfotografisches Druckverfahren EmpfindlichkeitssteigerungAuch Forcierte- oder Pushentwicklung genannt. Durch gewisse Chemikalien oder eine längere Entwicklungszeit kann man die Empfindlichkeit eines Films durch die Entwicklung steigern, sodass unterbelichtete Filme korrigiert werden können. FixierbadUm das Nachschwärzen von Filmen nach der Entwicklung, müssen sie in ein Fixierbad, in dem die Silberhalogenidkristalle vernichtet werden. FotopapierDie Eigenschaften von Fotopapier ähneln den von Filmen sehr. Sowohl Belichtung, als auch Entwicklung, Fixierung und so weiter sind ähnliche chemische Vorgänge. Es gibt zwei Arten von Fotopapier, erstens welches mit einer Polyäthylenbeschichtung, dass sich sehr schnell und einfach maschinell bearbeiten lässt und zweitens Papier mit einer Barytschicht, dass länger ausgewaschen werden muss und lediglich für Schwarzweissvergrösserungen zu gebrauchen ist. GradationszifferDie Gradationsziffer von Fotopapier gibt die Gradation an in den werten zwischen 0 (Kontrastarm) bis 5 (kontrastreich). HärtebadUm den entwickelten Film vor Kratzern oder ähnlichem zu schützen, wird seine Oberfläche in einem Härtebad resistenter gemacht. LaborAuf eine detaillierte Schilderung eines Labors mit all seinen Assessoirs möchte ich an dieser Stelle verzichten. Wesentliche Bestandteile sind aber natürlich Entwicklerdose oder etwas ähnliches, um den Film zu entwickeln, dann ein Vergrösserungsgerät, um ein Aufsichtbild herstellen zu können und eine passende Uhr, damit die Belichtung gesteuert werden kann. Schliesslich diverse Schalen für Entwickler-, Stopp-, Fixier-, Bleichbäder und Wässerung. Die Zukunft wird zeigen, ob klassische, das heisst chemische Laborarbeit auch weiterhin für die Fotografie wesentlich sein wird, oder ob durch digitale Fotografie diese Arbeit durch die am Computer und Drucker ersetzt wird. Zumindest den Abwässern wäre damit vielleicht ein Dienst erwiesen. Push-EntwicklungManche Filme sind dafür geeignet, dass man sie länger als vorgesehen entwickelt, sodass sie selbst bei einer Unterbelichtung zu normalen Ergebnissen führen. Dabei lässt die Qualität bei der forcierten Entwicklung nach ein zwei Empfindlichkeitsverdopplungen in der Regel rasch nach. Die Qualitätseinbußen werden aber manchmal in Kauf genommen, da die dadurch extrem hohe Empfindlichkeit wichtiger ist. SensibilisierungDie chemische Sensibilisierung steigert die allgemeine Empfindlichkeit des Films. Die optische Sensibilisierung steigert die spektrale Empfindlichkeit. Dies ist notwendig, da Silberhalogenidkristalle grundsätzlich fast ausschliesslich für blaues Licht empfindlich sind. Durch optische Sensibilisierung wird der Film so behandelt, dass er der Sensibilität des Auges entspricht (Panchromatische Empfindlichkeit). SensitometrieEmpfindlichkeitsmessung der Filme. Dabei wird nach einem genormten Verfahren eine Reihe unterschiedlich dunkler Grauflächen (Graukeil) fotografiert und die Aufnahme anschliessend bewertet. Stoppbad Eine verdünnte Säure, die die Entwicklung stoppt und eine Übertragung der alkalischen Entwicklersubstanz in das Fixierbad verhindern soll. TonungIn der Schwarzweiss-Fotografie kann man das an sich schwarze Silber chemisch behandeln, sodass es zu bräunlichen Sepiatönen oder Blautönen führt. Ausserdem kann man das Silber ausbleichen und eine Tönung durch Farbkuppler einleiten, die der der Farbfotografie entspricht. So sind alle Farbtöne erreichbar. UmkehrentwicklungBei Diafilm spricht man auch von einem Umkehrfilm, da bei der Entwicklung zwei Schritte aufeinander folgen, wobei der erste die Umkehr des zweiten ist. Es wird nach der ersten entwicklung das entwickelte metallische Silber herausgelöst, wodurch die betroffenen Flächen durchsichtig werden. Anschliessend wird erneut entwickelt (Zwischenentwicklung), wodurch nun das noch vorhandene Bromsilber reagiert und anschliesseng geschwärzt wird, bzw. mit Hilfe von Fabrkupplern durch Farbstoffe ersetzt wird. |
| Personen |
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Blanquart-Evrard, Louis-Desire
1802-1872. Französischer Fotograf und Erfinder, der neben zahlreichen Erfindungen 1851 die erste Kopieranstalt der Welt einrichtete und daraufhin zahlreiche illustrierte Bücher veröffentlichte. Cameron, Julia Margaret1815-1879. Englische Fotografin, die wie viele viktorianische Damen die Fotografie pflegte, aber durch ihre oft weichgezeichneten Portraits Berühmtheit erlangte. Daguerre, Louis Jacques Mande1787-1851. Erfinder der Daguerreotypie im Jahre 1837. Forschungs-Partner von Niepce, dem es zum ersten Mal gelang, das Bild einer Lochkamera auf lichtempfindlichem Material zu speichern. Ducos du Hauron, Louis1837-1920. Pionier der Farbfotografie. Beschrieb 1891 alle möglichen Verfahren der Farbfotografie, die er soweit es ging auch selbst ausprobierte. Eastman, George1854-1932. Gründer der Eastman-Kodak-Company. Als Amateurfotograf stellte er selbst Trockenplatten für die Fotografie her und führte nach Erfindung des Rollfilms die Boxkamera, die es für AmateurfotografInnen erheblich leichter machte, selbst zu fotografieren. Somit gilt er als Begründer der Amaterufotografie. Eder, Joseph Maria1855-1944. Dozent an der Wiener Universität und Technischen Hochschule, später Leiter der Grafischen Lehr- und Versuchsanstalt. Sein Arbeitsgebiet war sowohl wissenschaftlich praktischer Natur als auch theoretischer und historischer. So erfand er zum Bespiel einerseits das Chlorbromsilberpaper, hat grosses geleistet für die spektrale Empfindlichkeit von Filmen und andererseits verfasste er eine umfassende Geschichte der Fotografie. Die Gesamtzahl seiner Werke beträgt über 650 Titel. Fischer, Rudolf1881-1957. Miterfinder der Chromogenen (Farbfilm-) Entwicklung im Jahre 1912. Er war Partner von H. Siegrist. Gauss, Karl F.1777-1855. Deutscher Mathematiker, Physiker, Astronom und wichtig für die Fotografie: Optiker. Er bahnte den Weg für qualitativ hochwertigere Objektive, deren Abbildungsfehler besser korrigiert werden konnten. Goodwin, Hannibal1822-1900. Amerikanischer Amateurfotograf, der 1887 den Zelluloid-Schichtträger von Filmen erfand. Land, Edwin Herbert, Dr.1909-1991. Erfinder der Sofortbildkamera 1947 sowie den passenden Filmen und mitverantwortlich für die Weiterentwicklung dieser Technologie. Ebenfalls auf Dr.Land (14 Doktortitel) gehen Verfahren zur Herstellung von kostengünstigen Polarisationsfiltern zurück. Lumiere, Auguste und Louis1862-1954.(A.L.) 1864-1948.(L.L.) Französische Wissenschaftler, die 1882 Trockenplatten entwickelten und später den ersten farbigen Diafilm. Auch in der Kinematografie leisteten sie Pionierarbeit, indem sie Aufnahme- und Projektionsapparate entwickelten. Maddox, Richard Leach1816-1902. Erfinder der Bromsilber-Gelatine-Emulsion. Auch heutige Verfahren beruhen noch alle auf dieser Erfindung aus dem Jahre 1871. Niepce, Nicephore1765-1833. Gilt als der Erfinder der Fotografie, da er 1826 das erste jetzt noch erhaltene Foto machte. Er schloss einen Forschungsvertrag mit Daguerre ab, der ebenfalls als Begründer der Fotografie gilt, weil seine Daguerreotypie die Basis für die Verbreitung der Fotografie bildete. Schwarzschild, Karl1873-1916. Deutscher Astronom, der durch Langzeitbelichtungen den Reziprozitätsfehler entdeckte, der auch heute noch als 'Schwarzschild-Effekt' bekannt ist. Talbot, William Henry Fox1800-1877. Erfinder des ersten Negativ-Positiv-Verfahren. Schon 1835 gelang es ihm, die Camera Obscura zu benutzen, um haltbare Aufnahmen mit Silbernitrat- und Chlorsilberpapieren zu machen. Ihm ist die Entdeckung des 'latenten Bildes' zu verdanken, das nachdem es auf dem Papier oder dem Film aufgenommen wurde, später durch die Entwicklung verstärkt werden kann, wodurch die Belichtungszeit extrem verkürzt werden kann. In den Jahren 1884 bis 1886 veröffentlichte er die ersten mit Originalfotos illustrierten Bücher mit dem Titel 'The Pencil of Nature'. 1834-1898. Durch seine Entdeckung im Jahre 1873, dass man durch zugabe von Farbstoffen die spektrale Sensibilität des Filmes verändern kann, legte er die Basis für die Entwicklung des Panchromatischen Schwarzweissfilms, der der Empfindlichkeit des Auges sehr ähnlich ist und für die Farbfotografie. |
| Physik |
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Absorption
Trifft Licht auf einen Körper, der das Licht werde durchlässt (also transparent ist) noch es reflektiert (Spiegel) wandelt sich die Energie des Lichtes in Wärme um und das Licht fällt so in ein dem Auge unsichtbares Energieniveau, es wurde vom Körper absorbiert. AdaptionDas Auge ist bestrebt, sofern möglich, jede Lichtquelle als Quelle von weissem Licht zu sehen, dass die ähnliche spektrale Verteilung hat wie Sonnenlicht. Daher 'gewöhnt' (Adaption) es sich rasch an Kunstlicht, dass Farbstiche hat und sieht sie als weiss. AktinischAktinisch bezeichnet die Eigenschaft des Lichtes, manche Stoffe chemisch oder physikalisch zu verändern, wie etwa bei der Belichtung eines Films. Dabei sind kurzwellige (und daher energiereichere) Strahlen stärker aktinisch als lange. BeugungDurch die Welleneigenschaft des Lichtes, kann die Richtung des Lichtes geändert werden. Daher sehen Hersteller von Objektiven davon ab, die Blende sehr klein schliessbar zu machen, da sonst die Beugung zu stark würde und die Qualität der Aufnahme darunter litte. Callier-EffektDadurch, dass Silberhalogeidkristalle nicht nur lichtabsorbierend sonder auch lichtstreuend wirken, kommt es zum Callier-Effekt, bei dem Kontraste verfremdet dargestellt werden. Candela (cd)Maßeinheit der Lichtstärke. Entspricht des Lichtabstrahlung von einem Quadratzentimeter Platin bei 2042 Kelvin (Schmelzpunkt). Clayden-EffektNach kurzer, aber sehr starker Belichtung, wie bei einem Blitz, ist der Film geringfügig desinsibilsiert. Der Clayden-Effekt kann bei Blitzlichtaufnahmen so zu Fehlbelichtungen führen, vor allem bei Nachtportraits, bei denen man den Vordergrund mit Blitzlicht erhält und dann den Verschluss noch offen hält, um auch den weniger lichtstarken Hintergrund auf dem Bild sichtbar zu machen. Dichroitische FilterWohlklingender Name für spezielle Farb-Filter, die durch aufgedampfte Metall- und Salzschichten sehr exakt nur eine bestimmte Wellenlänge absorbieren. Solche Filter kommen unter anderem in der Farbmischköpfen von Vergrösserungsgeräten vor. DiffusionslichthofDa Silberhalogenidkristalle Lichtstrahlen nicht nur absorbieren, sondern auch streuen und somit benachbarte Kristalle zur Silberbildung anregen, erscheint um stark belichtete Stellen ein Lichthof. Moderne Filme zeichnen sich daher durch extrem dünne Emulsionsschichten aus, bei den die Streuung gering gehalten werden kann. FarbeTrifft das an sich unsichtbare Licht auf Objekte, wird es reflektiert und trifft schließlich auf die Netzhaut des Auges, wo es von Rezeptoren in wahrnehmbare Impulse umgewandelt wird. Die Oberfläche von Objekten, die uns als farbig erscheinen, haben eine Oberflächenstruktur, die aus dem gesamten Wellenlängenspektrum den Lichtes eine bestimmte Wellenlänge absorbieren, die dann nicht auf die Netzhaut treffen kann. Die restlichen Wellenlängen erscheinen dadurch als Farbe, und nicht als Weiss. Schwarze Objekte absorbieren alle dem menschlichen Auge sichtbaren Wellenlängen der Strahlung. Filter bewirken nun eine weitere Absorption einer bestimmten Wellenlänge, und werden dadurch einsetzbar in Situationen, bei denen man eine bestimmte Farbe dunkler oder sogar schwarz dargestellt haben möchte, bzw Mischfarben mit einem Farbstich versehen möchte. Gamma(-wert)Maßzahl für die Gradation bzw. der Schwärzungkurve. Der Gammawert entspricht dem Tangens des Alphawinkel des geraden Teils der Schwärzungskurve. Bei einer Steigung bzw. einem Alpha von 45 Grad beträgt der Gammawert 1,0. Welches ein günstiger Gammawert ist, hängt von Zweck des Filmes ab, also ob man ein grosses Belichtungsverhältnis braucht, oder eine weniger starke Differenz zwischen hellsten und dunkelsten Punkten. InfrarotUnsichtbarer, aber an den sichtbaren Teil der Wellenlängen anschliessender Langwellenbereich von Strahlung. In der Fotografie können Wellenlängen zwischen 700nm bis 1200nm darstellt werden. Mit der Thermografie kann man noch grössere Wellenlängen messen, was zur Erkennung von warmen Körpern dienen kann. KelvinDie Temperaturskala von Kelvin beginnt bei dem absoluten Nullpunkt (Dort, wo sich in der Materie keine Bewegung mehr vollzieht). Sie entspricht dem Celsiuswert + 273,15 Grad. Siehe auch Farbtemperatur. LichtElektromagnetische Strahlung mit einer Wellenläne zwischen 400 nm (Nanometer) (blau) bis etwa 700 nm (rot). Dieser Bereich der Wellenlängen ist sichtbar (was mit der Lichtdurchlässigkeit von dem Wasser in den Augen zu tun hat) und wird daher als Licht bezeichnet. Mit der Fotografie oder weiteren Methoden kann man auch Wellenlängenbereiche, etwa infrarot oder Ultraviolettes Licht, darstellen, indem man ihre Reflexionsmuster von Gegenständen aufzeichnet und auf ein Aufsichtbild bringt, dass dann aber wieder im Bereich zwischen 400 und 700 nm reflektiert. LichthofÜberstrahlung, die einer extrem hell belichtete Stelle umgeben kann. In Filme wird gegen diesen Effekt mit chemischem Lichthofschutz vorgegangen, der zwischen den empfindlichen Schichten und der Trägerschicht liegt. Lux (lx), Luxsekunde (lxs)Maßeinheit für die Belichtungsstärke von Objekten. Luxsekunde entspricht der Beleuchtung mal Zeit und ergibt die Maßeinheit der Belichtung. StrukturkristalleModerne Silberhalogenidkristalle, deren Oberfläche unterschiedlich zum Kern ist und welche möglist flach sind, damit die Schicht auch bei vielen und grossen Kristallen dünn bleiben kann, was die Lichtstreuung innerhalb der Schicht günstig beeinflusst. Auf englisch sind die Kristalle daher auch als 'Core-Shell-Crystal' bekannt. Zurück nach oben Zur Schlagwortliste |