<– zurück zu   sonstiges zurück zur Schlagwortliste

Das Lexikon (Aufnahmetechnik)

Abblendtaste

Ist bei Spiegelreflexkameras in der Nähe des Objektivs angebracht und schliesst die Blende manuell bevor man auslöst, damit die Schärfentiefe beurteilt werden kann. Diese Taste fehlt bei neueren Kameras in der Regel. Beim Benutzen sollte man bedenken, dass der Sucher mit seinem kleinen Maßstab Schärfe nur bedingt genau darstellen kann.

Adapter

Es gibt Adapter einmal für Objektive, die nicht vom selbern Hersteller sind wie das Kameragehäuse. Da die Kommunikation zwischen Kamera und Objektiv immer konplizierter wird, müssen auch Adapter immer intelligenter werden, ohne allerdings dabei grösser zu werden. Für Filter gibt es ebenfalls Adapterringe. Sie machen es möglich, dass man an ein Objektiv mit kleinerem Durchmesser einen grösseren Filter anschrauben kann. Umgekehrt würde es zur 'Vignettierung' kommen.

Anamorphotisches Objektiv

Klangvoller Name für ein Spezialobjektiv, dass ein Panorama-Bild auf ein normales Format belichtet, das dann bei der Präsentation wieder als Panoramabild auf eine Leinwand oder ähnliches projeziert wird. Kommt von der 'Kinematographie', kann aber auch für die Fotografie verwendet werden.

ASA

Kurz für 'American Standard Association' und ist eine Norm für die Empfindlichkeit von Filmen.

Aufhellblitz

Schwacher Blitz, dessen Ziel nicht die allgemeine Lichtüberflutung ist, sondern das Aufhellen von Schatten zum Beispiel bei Gegenlichtaufnahmen.

Aufhellen

In manchen Situationen kann es sein, dass der Kontrastumfang zu gross ist, dass heisst, die Differenz zwischen hellen Flächen und dunklen ist zu stark. Mit etwas weisser Pappe oder Styropor oder ähnlem kann man etwas diffuses oder indirektes Licht in die Schattenstellen bringen, um den Kontrast zu lindern. Auch ein schwacher Aufhellblitz kann helfen.

Aufzughebel

Hebel, um dem Film weiter zu transportieren und den Verschluss zu spannen. Bei manchen Kompaktkameras findet man diese veraltete Mechanik noch in Form eines Zahnrades.

Auslösepriorität

Bei manchen Kameras kann man die normale Einstellung, dass erst ausgelöst wird, wenn das Objekt scharf ist (Schärfepriorität) ausschalten und dafür einstellen, dass sie sofort aus auslösen. Den gleichen Effekt hat allerdings auch die Umstelltaste von Autofokus auf manuelle Scharfstellung...

Auslöser

Löst den Verschlussablauf aus, veranlasst also die Belichtung des Films. Meist der dicke Knopf rechts oben an der Kamera. Ansonsten gibt es noch Drahtauslöser, Fernauslöser, Kabelauslöser oder Selbstauslöser.

Autofokus

Automatische Scharfeinstellung bei Kameras oder Projektoren. Es gibt im Wesentlichen die passiven und die aktiven Mechanismen. Die passiven unterscheiden sich nach dem Triangulationsprinzip, das mit einem beweglichen und einem unbeweglichen Spiegel arbeit, deren Bilder verglichen werden und bei der Verstellung des Spiegels auch das Objektiv verschoben wird, und nach dem Phasendetektionsprinzip, das mit CCD Elementen arbeitet und heute in den meisten Kameras verwendet wird. Hierbei werden zwei Teilbilder auf einen CCD Chip geleitet, der die beiden Bilder entsprechend ihrer Helligkeitsverteilung ausgewertet. Stimmt sie überein besteht Phasengleichheit und das Objekt ist scharf. Stimmt sie nicht überein, werden entsprechende Befehle an den Motor der Kamera, oder des Objektivs (da bei manche Hersteller den Autofokusmotor im Objektiv einbauen) gegeben. Die aktiven Systeme arbeiten mit einem Infrarot- oder Ultraschallimpuls und messen die Dauer, die er braucht, um vom anvisierten Objekt reflektiert zu werden.
Wieder anders funktioniert eine Scharfeinstellung des Diaprojektor. Hier wird gemessen, ob das Dia an der richtigen Stelle liegt. Tut es das nicht, wird das Objektiv um den Grad verschoben ist, der den Fehler der Position des Dias ausgleicht. Hierfür dient eine sogenannte Soffittenlampe, deren Messstrahl von einem Siliciumkristall ausgewertet wird.

Autofokusfalle

Hierbei handelt es sich um eine Funktion bei komplizierteren Kameras, die eine Einstellung ermöglicht, dass ausgelöst wird, sobald sich ein Objekt in einer vorher bestimmten Entfernung befindet. Das kann bei Sportveranstaltungen etc. sinnvoll sein.

Autozoom

Berechnet, wie weit sich ein Motiv ausdehnt und richtet die Brennweite so ein, dass das Motiv einen gewissen Teil des Bildes ausfüllt.

Availablelight Fotografie

Schlicht jede Fotografie bewusst ohne zusätzliche Aufhellung des Motivs. Meint aber vor allem Aufnahmen bei Nacht oder in lichtarmen Situationen, mit langen Belichtungszeiten oder hochempfindlichen Filmen.

B, Bulb

Bei neueren Kameras, die eine automatische Zeit und Blendeneinstellung haben, gibt es im Bereich 'manuelle Einstellung' meist als weiteren Schritt hinter der Einstellung 30 Sekunden Belichtungszeit die Einstellung 'B' oder 'Bulb'. Bei älteren wird diese Funktion durch das Belichtungszeitenrädchen ausgewählt. Die Funktion ist die, dass die Kamera den Film so lange belichtet, so lange man den Finger auf dem Auslöser lässt. Dies ist sinnvoll für Astrofotografie oder andere Aufnahmen bei Nacht oder in Dunkelheit. Natürlich gibt es auch Methoden, den Finger durch Kabel- oder Drahtauslöser zu ersetzen, die man feststellen kann.

Bajonettanschluss

Löste das Schraubgewinde zwischen Kamera und Objektiv ab, da dieses sehr zeitrauben ist, wenn man oft die Objektive auswechselt. Bei Bajonettanschluss reicht eine Vierteumdrehung, um das Objektiv zu lösen.

Balgengerät

Ein Zusatzstück, dass man zwischen Kameragehäuse und Objektiv schrauben kann und das Streulicht fernhält, wenn man das Objektiv ein Stück nach vorne bewegen will, um zum Beispiel bei Makroaufnahmen die Bildweite zu verlängern (damit das Bild auf das entsprechende Format passt). Bei manchen Spezialkameras kann man das Balgengerät auch schwenken oder parallel verschieben.

Beleuchtungskontrast

Der Kontrast zwischen der hellst beleuchteten Stelle der Szenerie oder zum Beispiel des Gesichtes und der dunkelsten Stelle. Bei Frauengesichtern ist zum Beispiel ein Verhältnis 2:1 üblich. Das heisst, die hellste Stelle wäre gerade mal doppelt so hell (gemessen mit einem Handbelichtungsmesser). Bei Männern kann es in der Regel über 3:1 hinausgehen.

Die Belichtung

Die Belichtung ist das dem Licht Aussetzen von lichtempfindlichem Material. Dabei sind entscheidend die Lichtintensität (Lux) und die Dauer der Belichtung (Sekunden). Die Maßeinehit ist demnach Luxsekunden (lxs). Bei der Belichtung von fotografischem Film ist es für die Intensität der Belichtung gleich, ob man viel Licht für kurze Zeit auf den Film lässt oder wenig für entsprechen längere Zeit. Zumindestens von den Extremen abgesehen, bei denen sogenannte 'Reziprozitätsfehler' auftreten (Bei langen Belichtungszeiten mit wenig Licht tritt zum Beispiel der 'Schwarzschildeffekt' auf, wegen dem man noch einen gewissen Faktor länger belichten muss als die Kamera errechnet hat.) In einem Atelier kann man die Lichtmenge steuern, was man in der freien Wildbahn in der Regel nicht kann. Hier kann man mit den Blenden den Lichteinfall steuern. Sind die Blenden fast völlig zu, kommt wenig Licht herein, sind sie fast völlig offen, kommt viel herein. Im Normalfall muss man sich um solche Sachen nicht kümmern, da die Kamera das Belichten automatisch steuert. Sollte sie es mal nicht tun, kann man als Faustregel die Blende auf 16 stellen (bei Sonnenschein, bei Bewölkung auf 11) und die Belichtungszeit auf 1/ASA des Films. Also bei ISO ASA/DIN 100/21 wäre das 1/100stel bei Blende 16. Bei Bewölkung das selbe bei Blende 11. Bei den meisten Kameras kann man die Art der Belichtungsmessung einstellen und hier unter Mittenbetont-, Stop- oder Durchschnittsmessung wählen. Die Wahl hängt hauptsächlich vom Motiv ab, dass man fotografieren möchte.

Belichtungskorrektur

Sowohl bei manchen Belichtungsmessern als auch Kameras kann man die von vorne herein einstellen, dass die Belichtung so ausfällt, dass es ein wenig über- oder unterbelichtet wird. Dies kann sinnvoll sein in extremen Lichtsituationen, wenn die automatische Belichtungsmessung nicht das erwünschte Ergebnis bringen würde, da sie ja mehrere Werte zusammenfasst und zum Beispiel kleine dunkle Flecken nicht in die Belichtung aufnimmt. Wenn es dem Fotograf um die richtige Wiedergaben genau dieser dunklen Flecken in einer ansonsten sehr hellen Umgebung geht, kann er auf "Unterbelichten" stellen und bekommt so das gewünschte Ergebnis. Manche Filme kann man zusätzlich forciert entwickeln, um auch in lichtarmen Situationen unterbelichten zu können. Ebenso kann man zum Beispiel die Farbintensität steigern, indem man einen höher empfindliche Filme unterbelichtet. (Man belichtet einen ISO 400/27 Film bei ISO 100/21). Viele Portraitfotografen verwenden umgekehrt diesen Effekt um mit Überbelichtung ein Gesicht 'reiner' darzustellen. Auf den Kameras ist der Knopf für diese Einstellung durch ein */- gekennzeichnet.

Belichtungsreihe (Bracketing)

Ist die Situation des Lichtes kompliziert, also meist in recht dunklen, sehr hellen oder sehr kontrastreichen Orten, kann es notwendig sein, dass man nicht nur eine Aufnahme in einer Belichtung macht, sondern die selbe Aufname etwas 'unterbelichtet' und etwas 'überbelichtet' macht. Dabei enstehen Reihen von 5 oder 7 Bildern von -2 über -1, 0, +1, bis +2 oder mit ,5 Zwischenschritten. Mit manchen Kameras kann man auch bis +-3 gehen. Viele Kameras haben auch eine 'Belichtungsreihenautomatik' (Autobracketing), die die Sprünge selber einstellt. Allgemein sind die Belichtungsreihen wichtiger für Diafilme, da sie weniger tolerant für Fehlbelichtung sind. Will sagen, dass man bei Farbnegativfilmen nach der Entwicklung zwischen den 7 Bildern nur minimalste Unterschiede feststellen kann, da der Film schon eine relativ hohe Akzeptanz für schwache oder starke Belichtung und zusätzlich das Labor bei der Herstellung der Kopien (Abzüge) noch ausgleicht.

Bildfenter

Der Teil des Kameragehäuses, der sich öffnet umd Licht auf den noch unbelichteten Film zu lassen.

Blaustich

Es kommt zum Blaustich auf dem Foto, wenn zu viel UV-Licht vorhanden ist. In unseren Breitengraden kann dies eventuell mittags am Strand oder in den Bergen bei vollem Sonnenschein passieren. Hier hilft ein Konversionsfilter, der die Farbtemperatur ein wenig nach unten zieht. (Er ist daher gelblich).

Die Blende

Der Teil des Objektivs, der die Lichtmenge reguliert, die das Objektiv durchdringt. Mach man die Blende zu, verkleinert also das Loch in der Mitte, kommt weniger Licht durch. Gleichzeitig sieht man mehr der Szenerie scharf. Die Schärfentiefe wird also vergrössert. Umgekehrt verliert man sie beim öffnen der Blende, kann aber mehr Licht aufnehmen. Durch die Blenden kann es bei sehr starken Lichtquellen dazu führen, dass man auf dem Bild Vielfachabbildungen der Blendenöffnung sieht. Durch Beschichtung der Linsen (Vergütung) konnte dieser Effekt reduziert, aber noch nicht völlig eliminiert werden.

Blendenzahl

Da die Blendenzahl errechnet wird, indem man die Brennweite durch den Öffnungsdurchmesser teilt, sind grosse Blendenöffnungen mit kleinen Zahlen, und kleine Blendenöffnungen mit grösseren Zahlen angegeben.

Der Blitz

Reicht das Licht nicht aus, kann man sich mit k&uum;nstlichem Licht weiterhelfen. Dabei reicht es, nur kurzzeitig die Szenerie zu erleuchten, mit eine Blitz eben. Ohne auf Details eingehen zu können, werden Blitz erzeugt, indem Strom auf eine hohe Voltzahl transformiert, um damit ein Gas (Xenon) zu ionisieren. Daraufhin wird in kurzer Zeit ein Kondensator entladen, der das Gas zum aufleuchten bringt. Gute Blitzgeräte messen, wie weit entfernt und wie stark beleuchtet ein Motiv ist und richten die Stärke des Blitzes daraufhin ein. Dabei richtet sich ein Blitz, der an die Kamera gekoppelt ist, an die Blendenöffnung etc. Umgekehrt zeigt die Kamera an, ob der Kondensator bereits aufgeladen wurde. Die Anzeige 'voll' blinkt aber bereits nach 70% Aufladung auf, daher sollte man noch einen kurzen Moment länger warten. Durch neuere Computerblitzgeräte fallen auch eigene Berechnungen anhand der 'Blitzleitzahl' weg, da das Gerät solche Berechnungen, die Stärke des Blitzes oder den Zeitraum betreffend, selber ausführen.

CCD

Kurz für 'Charge Coupled Device'. Bildhalbleiter für Autofokus-Sensoren und elektronischen Bildsystemen.

Chipkarte

Sie bieten in teureren Kameras unter anderem Möglichkeiten zur Speicherungen von Einstellungen, die man bei jedem Bild verwendet hatte.

Disc-Kamera

Flache Kamera von Kodak. Wegen dem kleinformatigen Disc-Film war die Qualität der Fotos ungenügend. Aber die neue Technologie der Kamera kam anderen Kameras zu gute, da neue platzsparende Methoden entwickelt werden mussten.

Doppelbelichtung

Normal verhindert die Kamera, dass auf einen Teil des Filmes zweimal Licht fällt. Aber die Doppelbelichtung kann man als kreatives Mittel einsetzen und dafür die Sperre aufheben. Um interessante Bilder zu machen, muss man dabei sorgfältig das Motiv auswählen, da es sonst unschöne Überschneidungen gibt. Eine Sache, die man auf diese Weise ebenfalls erreichen kann, sind 'Doppelgängeraufnahmen' indem man eine Person erst auf der linken Seite des Bildes aufnimmt, die andere Seite abdeckt, dann bei einer zweiten Belichtung die Person auf die rechte Seite stellt und die linke Seite des Bildes bei der Belichtung abdeckt. Auf dem Bild erscheinen zwei Ansichten der selben Person. Dabei muss man auf einen dunklen Hintergrund achten, da sonste die Personen transparent wirken.

Dunkelblitz

Für die Infrarotfotografie kann man einen Blitz verwenden, der lediglich das für das menschliche Auge unsichtbare Infrarotlicht ausstrahlt. So kann man unbemerkt blitzen.

DX-Code

Der DX-Code auf der Filmpatrone gibt der Kamera bekannt, um welche Empfindlichkeit beim Film es sich handelt und wie viele Bilder man machen kann.

Emulsionsnummer

Eine Nummer, die den Film genau charakterisiert hinsichtlich Herstellungsdatum, Fabrikationsdaten und Produktart und die auf der Packung des Films abgedruckt und in den Film selbst einbelichtet ist. Sie ist maßgeblich bei Beanstandungen.

Exploded View

Ein Foto, auf dem alle Einzelteile eines Gerätes etc. nebeneinander dargestellt sind um den Aufbau zu verdeutlichen. Dabei sieht das Gerät aus, als sei es explodiert.

Fachkamera

Veraltet aussehende Grossformatkamera. Die beiden Rahmen (Standarten) vorne und hinten fassen das Objektiv und hinten die Filmkasette. Der Teil dazwischen sieht aus wie eine Ziehharmonika. Wird hauptsächlich für Mode-, Portrait-, Werbe- oder Archtikturfotografie eingesetzt. Da sie umständlich zum transportieren ist, bleibt sie die meiste Zeit im Atelier.

Falschfarbenfilm

Es gibt nur einen und zwar den 'Kodak Ektachrome Infrared-Film'. Stellt die natürlichen Farben anders dar, als man sie sieht. Infrarote Strahlung wird rot, Blattgrün wird purpur, Purpurv und Rot werden gelb, Gelb grau oder weiss, Blau und Grau werden rot dargestellt. Ürsprünglich für militärische Zwecke produziert, wird er heute auch zu wissenschaftlichen und gelegentlich zu künstlerischen Zwecken genutzt. Eine weitere Farbveränderung kann man durch Filterung erziehlen. Siehe auch Film hier oder auf der Seite "Filme".

Der Farbkontrast

Neben dem Hell-Dunkel-Kontrast ist für ein Bild noch der Farbkontrast ausschlaggebend. Hierbei gibt es den Kontrast zwischen den Komplementärfarben, den zwischen den Farbmassen und den zwischen warmen (rötlichen) Tönen und kühlen (bläulichen) Tönen.

Die Farbtemperatur

Das Problem der Farbtemperatur tritt im Wesentlichen durch die Verwendung von küstlichen Lichtquellen auf. Obwohl sie in der Regel dem Auge (durch rasche Adaption) weiss erscheinen, wie das Sonnenlicht auch können die Spektren enorm unterschiedlich sein. Da der Film sich nicht, wie das Auge, an unterschiedliche Lichtverhältnisse gewöhnt, ist man beim durchsehen der Fotos über die Farben der Aufnahmen teilweise sehr überrascht. Den Unterschied zwischen Tages- und Kunstlicht kann man meist anhand der Farbtemperatur darstellen. Hier wird der 'schwarze Körper' der Physik als Modell genommen. Er absorbiert Licht, gibt aber je nach Eigentemperatur (gemessen in der Regel in Kelvin: Celsius+273grad) Licht ab. Und zwar über ein dunkles Rot hin zu einem hellen und über weiss bis hin zu Blau. Viele Lichtquellen können nach diesem Schema eingeordnet, und mit einer Kelvinzahl belegt werden. Kerzenlicht etwa hat die Kelvinzahl 2000. Eine Glühlampe 2800. Mondlicht liegt bei etwa 4000. Mittleres Tageslicht liegt bei 5500. Sonnenlicht mittags kommt auf 6000-8000 und das Licht mit der höchsten Farbtemperatur ist wohl das blaue Himmelslicht mit 9000 bis 18000. Der 10 hoch 6te Kehrwert der Kelvinwerte bilden die Mired-Werte, die man auf Filtern findet. Sie gehen von 500 (Kerzenlicht) bis etwa 100 (blaues Himmelslicht bei 10000 kelvin) oder noch weiter. Da Filme für eine bestimmte Farbtemperatur, meist für mittleres Tageslicht, sensibilisiert sind, gebe sie Aufnahmen, die bei anderen Farbtemperaturen gemacht wurde, Farbstichig wieder. Um diese Farbstichigkeit zu beheben, dienen sogenannte Konversionsfilter, die die Farbtemperatur sowohl anheben (bläuliche Filter) als auch senken (gelbliche oder rötliche Filter) können. Besondere Schwierigkeiten machen Kunstlichtquellen, die nicht das gesamte Farbspektrum so wie wir das vom Sonnenlicht gewöhnt sind abgeben, sondern manche Wellenlängen dominieren lassen. Für diese Lichtquellen bräuchte man jeweils den passenden Filter, was praktisch unmöglich ist, zumal man der Lichtquelle nicht einmal ansehen kann, welchen der Filter man benutzen müsste. Hier hilft nur Testen, oder eigene Leuchten mitbringen. Beispiele hierfür sind Fluoreszenzröhren, Quecksilberbrenner und andere Gasentladungslampen. Um die Farbtemperatur zu messen, kann man einen 'spektralempfindlichen' 'Farbtemperaturmesser' einsetzen. Ein fotoelektronisches Gerät, dass sowohl den Kelvin-Wert als auch den Mired-Wert angibt. Aber auch dieses Gerät kann bei den problematischen Lichtquellen keine gültigen Aussagen machen.

Fernauslöser

Der einfachste Weg, entfernt von der Kamera den Auslöser zu bedienen, ist es einen langen Kabel- oder Drahtauslöser zu nehmen. Das Benutzen von Kabellosen Auslösern ist mir moduliertem Licht üblich, da Funkimpulse in manchen Ländern eine Genemigung brauchen.

Fernsehbildaufnahme

Ein Elktronenstrahl braucht etwa 1/25stel Sekunde, um das Bild vollstädig zu zeigen. Daher sollte man die Kamera etwa 1/15 oder 1/8 Sekunden offen lassen. Dafür braucht man ein Stativ oder etwas vergleichbares. Da die Farbtemperatur mit rund 7000 etwas über der liegt, für die die meisten Filme sensibilisiert sind, kann man einen schwachen Gelbfilter verwenden. Aber der Blaustich wird wohl auch so vom Labor herausgefiltert. Das Foto darf wegen des Urheberrechts auf das Fernsehbild nicht kommerziell genutzt werden.

Der Film

Elastisches dünnes Material, das lichtenpfindliche Schichten trägt und somit ein durch Licht erzeugtes Bild speichern kann. Dabei werden in Silberhalogenid-Kristallen durch den Energiezuwachs der Bestrahlung mit Licht metallisches Silber gebildet, dass so stabil ist, dass es auch nach langer Lagerung noch das Abbild des Musters der Betrahlung speichern kann. Diese Methode ist seit ihrer Einführung lediglich durch elektronische Methoden herausgefordert. Im chemischen Bereich scheint es keine andere Methode zu geben. Dies gilt gleicherweise für Schwarzweiss- als auch Farbfilme, da beide mit Silberhalogenid-Kristallen funtktionieren. Beim Farbfilm werden lediglich drei Schichten gleichzeitig belichtet, die jeweils nur für einen Teil des Farspektrums sensibilisiert sind und denen durch sogenannte 'Farbkuppler' die drei Grundfarben Gelb, Blaugrün (Cyan) und Purpur (Magenta) in der Stärke der Belichtung durch Oxidation zugeordnet werden. So entstehen aus drei Schwarzweisschichte jeweils ein gelb-weisse, eine cyan-weisse und eine magenta-weisse Schicht, die durch die Überlagerung jede der Farben des Spektrums darstellen können. Eine ausführlichere Beschreibung sowie jede Menge weitere Information gibt es auf der Filme-Seite.

Filmempfindlichkeit

Die wichtigste Klassifizierung für die Art des Filmes ist nach der grundsätzlichen Frage ob bunt oder schwarzweiss und Dia oder Farbnegativ die Stufe der Empfindlichkeit für Licht. Das heisst, welche Menge Licht reicht aus, um bei einer gegebene Zeit ein gut belichtetes Bild zu produzieren. Die heute verwendete Skala ist in der Regel die ISO (International Standard Organization) mit einer Mischung von ASA (American Standard Assosiation) und DIN (Deutsches Institut für Normung). Eine typische Empfindlichkeit wäre ISO 100/21. Auch 200/24 und 400/27 sind sehr häufig. Dabei fällt auf, dass die DIN-Reihe in Dreierschritten klettert, wobei jeder Schritt eine Verdopplung der Empfindlichkeit bedeutet. Dies sieht man besser wiedergegeben in der ASA-Reihe, in der sich auch der Zahlenwert jeweils verdoppelt. Weitere Skalen sind GOST oder Weston sind nicht mehr im Gebrauch.
Mehr Information zur Verwendung der jeweiligen Empfindlichkeitsstufen und weiteres gibt es auf der Filme-Seite.

Filmkonfektionierung

Das selbe Filmmaterial wird in unterschiedliche Formate geschnitten und perforiert, sodass es für die vielen unterschiedlichen Gebiete der Fotografie die speziellen Formate gibt. Das häufigste Format ist der 35 mm Kleinbildfilm. Weitere Formate sind Kasettenfilme, Rollfilme, Schmalfilme und Planfilme.

Filmreflexionsmessung

Eine inzwischen überholte Methode der (TTL-) Belichtungsmessung, die es erlaubt, während des Belichtens zu messen, ab wann ausreichend belichtet wurde, indem die Reflexion des Lichtes vom Film selbst gemessen wird. Dadurch kann eine Überbelichtung praktisch ausgeschlossen werden. Inzischen greift man auf eine Methode zurück, die auch eine genauere Mindestbelichtung misst und dafür einen Sekundärspiegel verwendet.

Filter

Filter können aus allem bestehen, was transparent ist. In der Regel bestehen sie allerdings aus Glas oder Gelatine-bzw. Azetatfolie. Vom reinen Schutzfilter abgesehen haben alle Filter einen Effekt auf die Belichtung des Filmes. Ohne genauer auf Details eingehen zu wollen (Siehe zu diesem Thema auch die Filter-Seite.), gibt es im wesentlichen zwei Filtersorten, nämlich solche, die die Tonwerte der Farben beeinflussen und solche die die Struktur des Lichteinfalls (sogenannte Trickfilter) beeinflussen. Mit der spektralen Beeinflussung kann man sich aber nicht nur bei Farbfilmen in manchen Situationen helfen sondern auch bei Schwarzweissfilmen. Hier bewirken sie, dass manche Bereiche des Motivs auf dem Bild dunkler werden und zwar die, die die Komplementärfarbe zum Filter haben. Die Wellenlänge dieser Farben löscht der Filter. Bei Farbfilmen muss man in der Regel subtiler mit Farbfiltern umgehen umd die Dominanz einer Farbe (Farbstich) zu verhindern. Eine der wichtigsten Gruppen der Farbfilter für Farbfilme sind die 'Konversionsfilter'. Sie setzt man ein, um die Farbtemperatur der Sensibilisierung des Films anzupassen. Es gibt sie in Gelb- oder Orangetöne, um die Temperatur zu senken und in Blautönen um sie zu heben. Die Verwendung dieser Filter richtet sich nach Art des Filmes (Tages- oder Kunstlichtfilm) und der Beleuchtung. Eine weitere sehr häufige Filtersorte sind UV-Sperrfilter. Es gibt sie in verschiedenen Stärken. Sie sollen das weissliche Streulicht, das einen grossen UV-Lichtanteil hat, verringern und so die Farbsättigkeit steigern. Sie sind besonders wichtig an Orten mit hoher UV-Strahlung, also im Gebirge oder an Stränden. Fernerhin bei Landschaftsaufnahmen mit weitentfernter Szenerie. Hier kann der typische 'Dunst' etwas verringert werden, was ebenfalls die Intensität der Farben steigert. Trickfilter können sehr unterschiedliche Effekte haben, so gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, punktartige Lichtquellen als vier- oder sechsstrahlige Sterne darzustellen oder etwa ein Portrait weich zu zeichnen. Den meisten Filtern ist gemeinsam, dass durch ihre Wirkung ein Teil des Lichtes geschluckt wird und somit die Belichtung um einen gewissen Faktor verlängert werden muss. ('Filterfaktor') Dieser Faktor wird von den Herstellern meist angegeben. Bei TTL-Belichtungsmessung fällt eine zusätzliche Berechnung weg, da die Kamera ja das gefilterte Licht misst. Mehr Information zur Verwendung und zu denn verschiedenen Typen gibt es auf der Filter-Seite.

Fisheye-Objektiv

Ein extremes Weitwinkel-Objektiv, dass bis 180grad der Szenerie oder mehr auf den Film bringt, ohne das Objektiv während der Belichtung zu schwenken. Die Aufnahme zeigt eine charakteristische tonnenförmige Verzeichnung. Eine Scharfstellung erübrigt sich durch eine natürliche Schärfentiefe die dank der sehr kurzen Brennweite bei wenigen Zentimetern vor dem Ojektiv anfängt und bis unendlich reicht.

Fluoreszenz-Aufnahmen

Man braucht dazu eine stark UV-haltige Lichtquelle (Quecksilberdampflampe), einen starken UV-Sperrfilter und eine Materie, die fluorisziert. Als Film eignet sich ein gewöhnlicher Film. Diese Methode findet verwendung in der Forschung vor allem der Medizin, Biochemie, Mineralogie oder Kriminalistik, da besondere Stoffe nachgewiesen werden können.

Fotolampen - Fotoleuchten

Lampen oder Leuchten, die ein bestimmtes Licht abgeben, dass auch auf eine längere Zeit hinweg in seiner spektralen Charakteristig gleich bleibt und dass auf einen bestimmten Temperaturwert geeicht ist. Siehe auch Farbtemperatur. Heute sind Halogen- oder Metalldampflampen üblich.

Fotopapier

Dem Film ähnliches lichtempfindliches Material, auf das man ein Bild projezieren kann, dass dann, wiederum ähnlich den Prozessen der Filmentwicklung, entwickelt und verarbeitet wird. Dabei kann man Aufsichtbilder verschiedenster Grösse produzieren, wobei die Qualität bei steigender Grösse abnimmt. Es gibt einfach zu verarbeitende 'Plyäthylenbeschichtete' Papiere und 'Barytpapiere', die lediglich noch zur Vergrösserung von Schwarzweissfilmen dienen.

Frontlicht

Wenn man den Blitz oder eine andere starke Lichtquelle direkt in die Nähe der Kamera bringt, verschwinden beim Motiv die Schatten und es verliert seine räumliche Struktur. Ideal ist der Ring(förmige)blitz. Das Gegenteil ist das :

Gegenlicht

Gegenteil des Frontlichts. Bei der Gegenlichtaufnahme hat man meistens mit sehr starken Kontrasten zu kämpfen. Dabei umgibt das meist schwarze Motiv eine Korona von hellem Licht. Dabei fällt vor allem die Belichtungsmessung" schwer. Unter Umständen kann ein Aufhellblitz den Kontrast ein wenig mildern. Fernerhin hat man damit zu rechnen, dass im Objektiv ungwollte Lichtbrechungen entstehen, die viel Streulicht erzeugen oder die Blendenöffnung zeigen. Dagegen kann eine Gegenlichtblende helfen, die man vor das Objektiv schraubt und die zumindest das seitlich einfallende Licht abhält.

Geradführung

Teure Objektive, deren vorderste Linse sich bei der Scharfstellung nicht dreht, sodass vorgeschraubte Filter nicht aus der richtigen Position gedreht werden. Wichtig etwa beim Polfilter oder bei diversen Trickfiltern.



Zurück nach oben
Zur Schlagwortliste