<– zurück zu   sonstiges zurück zur Schlagwortliste

Das Lexikon (Aufnahmetechnik)

Graukarte

Wenn man das Motiv nicht im Moment der Belichtung vor der Kamera hat (wie etwa unter Umständen bei der Tierfotografie) oder das Motiv zu klein für eine exakte Messung ist, kann man eine graue Fläche, meist einfache Pappe, for die Kamera halten und diese anstatt des Motives versuchshalber messen. Es gibt eine genormte Graukarte, die 18% des Lichtes reflektiert, was der eines durchschnittlichen Motivs entspricht.

Halbformatkamera

Eine seltene Kameravariante, bei der pro gewöhnlichem Bild zwei Bilder auf einen 35 mm Film gemacht werden. Daher passen etwa 72 Fotos auf einen 36er Film. Der Nachteil ist, dass bei Vergrösserungen die Qualität noch grobkörniger wird.
Dieser Eintrag ist Sonsch gewidmet, sie hat nämlich so eine. :)

Helligkeitsabfall

Zum Rande des Fotos hin kann es zu eine Helligkeitsabfall kommen. Entweder handelt es sich hierbei um eine Vignettierung (siehe auch Bildfeld), hervorgerufen, durch ein Weitwinkelobjektiv, dass nicht richtg an die Kamera angepasst ist, oder es handelt sich um den generellen Abfall der Lichtstärke zum Rand hin durch das flach einfallende Licht (Cos*4-Gesetz). Bei modernen und guten Objektiven ist dieser Effekt aber in der Regel zu vernachlässigen.

Helligkeitsumfang

Die Spanne zwischen hellstem und dunkelstem Punkt in der Szenerie. Es sind Werte von bis zu 1:10000 möglich. Ein Schwarzweissfoto kann aber lediglich einen Umfang von 1:100 wiedergeben. Daraus ist ersichtlich, dass man in extrem kontrastreichen Situationen Kompromisse eingehen muss und nicht in allen Helligkeitsstufen alle Nuancen wiedergeben kann.

High-Key-Effekt

Mit der Voraussetzung, dass das Labor bei der Vergrösserung nicht automatisch die Helligkeit nivelliert, kann man ein Motiv sehr hell und weich (das heisst ohne scharfe Schattenkanten) geleuchtet mit dem Effekt, dass die Farbtöne sehr mild und weich sind und das gesamte Bild stark in Richtung Weiss tendiert. Dies wird viel in der Werbefotografie verwendet, da das Motiv sehr rein und ansprechend dargestellt wird.

Hochfrequenz-Fotografie

Der Aufnahme in der 'Kinematografie' ähnliches Verfahren. Es werden möglichst viele Bilder pro Sekunde geschossen. Dank neuer elektronischer Methoden ist die Obergrenze inzwischen bei etwa 600 mio Bildern pro Sekunde. Interessant sind solche Aufnahmen für die Ballistik oder andere wissenschaftliche Bereiche. Für den Hobby-Fotografen kommen solche Kameras weniger in Frage...

Die Hyperfokale Distanz

Bedeutet den Punkt, ab dem der räumliche Schärfebereich der Aufnahme beginnt, wenn man das Objektiv auf 'unendlich' fokusiert. Kameras, die auf die hyperfokale Distanz fixiert sind (viele Kompaktkameras haben 'Fix-Fokus-Objektive'), sind optimiert für diesen Punkt, wodurch sich aber eine noch grössere Schärfentiefe ergibt. Sie reicht von vor diesem Punkt bis unendlich.

Infrarot-Fotografie

Bei der Infrarot-Fotografie gibt es im Vergleich zur normalen Fotografie ein paar Eigenarten. Bis auf eine Ausnahme, dem Falschfarbenfilm, der ebenfalls auf Infrarotlicht empfindlich ist, sind infrarotempfindliche Filme Schwarzweissfilme. Hierbei werden aber die Grauwerte ungewöhnlich wiedergegeben. Da zum Beispiel gesundes Blattgrün sehr viel Ultrarotlicht reflektiert, wird es weisslich auf den Fotos. Fernerhin werden Augen schwarz, auch ausserhalb der Pupille oder Iris und Adern können sichtbar werden. Da Infrarotlicht Dunst besser durchdringt, kann man Infrarotfotografie gut für Landschaftsaufnahmen für weite Ferne benutzen. Will man diesen Effekt haben, kann man seine normale Ausrüstung benutzen, muss aber Filter benutzen. Und zwar entweder einen für die Schwarzweissfotografie gebräuchlichen Rotfilter, oder einen sogenannten 'Schwarzfilter' oder 'Infrarotfilter', der das gesamte sichtbare Spektrum blockiert. In diesem Fall wird deutlich, dass man mit der normalen Belichtungsmessung hier nichts erreichen kann. Da sowohl Belichtungsmessung als auch Fokusierung auf des sichtbaren Teil des Spektrums eingestellt sind, muss man sich ein wenig helfen. Dabei ist es vor allem erstmal wichtig, dass man die Blende so weit schließt wie möglich, da ein normal fokusiertes Foto dank der langwelligen Infrarotwellen unscharf werden würde. Mit mehr Schärfentiefe kann einem aber nichts passieren. Schwieriger ist die Belichtungsmessung, da auch sie für den sichtbaren Teil des Lichtes ausgelegt ist. Hier hilft im wesentlichen nur Erfahrung und eventuell eine Belichtungsreihe. Bei dem hochempfindlichen Kodak-Film muss man die Patrone im Dunkel einlegen und herausholen, da der Filz am Eingang nicht ausreicht!

Die Kamera

Es gibt mehr verschiedene Kameras, als man sich vorstellen kann und viel mehr, als an dieser Stelle aufgelistet werden können. Manche Spezial-Kameras tauchen als Schlagwörter auf hier im Lexikon auf.

Kinematografie

In der Kinematografie werden von einem, sich in der Regel bewegenden, Motiv in rascher Abfolge Bilder gemacht (wobei die Entwicklung und Weiterverarbeitung gleich der der Fotografie ist) und schließlich in gleich rascher Abfolge betrachtet. So erscheint das Motiv als sei es tatsächlich in Bewegung. Heute sind dafür in der Regel 24 Bilder pro Sekunde üblich.

Kippende Farben

Wenn die Schwärzungskurven der verschiedenen Farbschichten nicht exakt parallel verlaufen, kommt es zu Falschfarbeffekten, die nicht durch Farb-Filter korrigiert werden können. Dieser Effekt tritt aber lediglich durch einen fehlerhaft produzierten oder stark missbrauchten Film auf.

Kirlian Fotografie

Semyon und Valentina Kirlian entwickelten 1950 diese Methode der Fotografie, wobei ein stark elektrisch geladenes Objekt in Berührung mit lichtempfindlichem Material kommt, dass dadurch belichtet wird.

Kleinbild Kamera

Kamera, die einen Film belichtet mit den massen 24x36mm pro Bild. Heute weitaus das üblichste Format.

Kompaktkamera

Einfach zu bedienende, kleine Kamera, die einen 24x36mm Film belichtet. Neben der 'Spiegelreflexkamera' das weitverbreitetste Modell. Sie sind sehr beliebt, da sie in der Regel alle Einstellungen automatische vornehmen und so dem/der FotografIn Zeit lassen zur Bildgestaltung. Dabei sind sie kleiner und leichter als Spiegelreflexkameras, haben aber dafür weniger Variationsmöglichkeiten und oft qualitativ keine sehr guten Linsen.

Kriminalistische Fotografie

Hauptsächliche Aufgaben der Fotografie in der Kriminalistik sind Beweissführung anhand unterschiedlichster Aufnahmen, möglicherweise aus dem Bereich der Ultraviolett-, Infrarot- Röntgenfotografie oder Hochfrequenzfotografie sowie Dokumentationen unterschiedlichster Art. Dabei sind an die Fotografen und an die Technik völlig andere Anforderungen gestellt als bei der künstlerischen Fotografie.

Landschaftsaufnahmen

Wichtiger Zweig der künstlerischen Fotografie. Dabei ist der oder die FotografIn sehr von Umwelteinflüssen wie Wetter etc. abhängig. Auf der technischen Seite empfiehlt sich ein UV-Sperrfilter und in der Regel ein Polarisationsfilter, der die Farben intensiviert, insbesondere das Blau des Himmels, und den Dunst in der Ferne verringert. Als Objektiv ist ein Weitwinkelobjektiv sinnvoll, da es die räumliche Wirkung der Aufnahme unterstützt. Da oft eine grosse Schärfentiefe ratsam ist und dafür die Blende weitestgehend geschlossen sein sollte, ist je nach Lichtverhältnissen ein Stativ unumgänglich.

Langzeitbelichtung

In lichtarmen Situation oder wenn man Bewegenung verschwimmen lassen will (zum Beispiel die von Wasser) kann es dazu kommen, dass die Belichtungsdauer länger als eine Sekunde beträgt. Ab etwa einer 1/30stel Sekunde verwackelt man die Aufnahme durch einfaches in der Hand halten. Mit etwas Übung gelingen noch 1/15sten Belichtungen, aber darunter ist ein Stativ oder etwas vergleichbares unumgänglich. Bei längere Belichtungen tritt der Schwarzschild-Effekt auf. Das heisst, dass die Belichtungszeit einen gewissen Faktor länger wird durch die Beschaffenheit des Filmmaterial. Da dieser Faktor abhängig von der Art des Filmes ist, berechnet ihn die Kamera nicht automatisch dazu. Bei Farbfilmen kommt mit diesem Effekt noch ein Farbstich hinzu, den man in der Regel mit einem Violett-Film beheben kann. Die meisten Kameras haben eine automatische Verschlusszeit bis 30 Sekunden. Darüber hinaus gibt es die Einstellung 'B(ulb)', bei der der Verschluss solange offen ist, solange der Auslöser gedrückt bleibt. Da das minutenlange Drücken mit dem Finger schlecht möglich ist, empfiehlt sich ein Kabel- oder Drahtauslöser, denn man feststellen kann.

Leitzahl

Dies ist eine Zahl, die der Hersteller von Blitzen dem Benutzer an die Hand gibt, um die Stärke des Blitzes einstellen und die Kamera daraufhin ausrichten zu können. Heute sind aber durch computergesteuerte Blitzgeräte solche komplizierten Berechnungen hinfällig geworden.

Leuchtwinkel

Der Leuchtwinkel von Blitzgeräten beträgt in der Regel etwa 40 bis 50 grad, was dem Aufnahmewinkel eines Normalobjektivs entspricht. Für andere Objektive kann man entsprechende Vorsätze and den Blitz anbringen. Bei Spiegelreflexkameras muss man aufpassen, dass nicht zum Beispiel Weitwinkelobketive Schatten werfen, da der Leuchtwinkel des Blitzes, zumal wenn der Blitz dicht am Kameragehäuse angebracht ist, einen Teil des Objektivs mit einbezieht.

Lichtleiter

Besser bekannt als Glasfaseroptik. Wird unter anderm verwendet, um bei einem 'Endoskop', einer Kamera an einem langen dünnen Schlauch, die man in den menschlichen Körper oder in komplizierte Maschinen einführe kann, als Lichtquelle zu dienen.

Lichtwert

Von F.Deckel entwickelte Idee, dass man Bleichtungszeit und Blendeöffnung in einer Lichtwertskala koppelt, da es ja für stärkere Belichtung, von den Extremen abgesehen, unerheblich ist, ob man die Zeit verlängert oder die Blende weiter öffnet. Die Skala fängt bei 1 Sekunde und gröster Blendenöffnung mit dem Lichtwert "1" an. Jede Verdopplung, egal ob durch Blende oder Zeit, führt zu dem nächsthöhren Wert, 2,3 etc.

Lochkamera

Englisch: Pinhole camera oder Lateinisch: Camera Obscura. Einfachste Form der Kamera, bei der auf ein Objektiv verzichtet wird und das ersetzt wird durch ein schlichtes feines Loch, dass den selben Bündelungseffekt hat wie das Objektiv. Dabei muss aber das Loch sehr fein sein und dies stellt hohe Ansprüche an die Empfindlichkeit des Films. Die Qualität der Aufnahme ist sehr weich. Da sich diese Kameras einfach selber bauen lassen, sind sie das Spielfeld vieler Fotografen, die ungewohnte Methoden und Formate ausprobieren.

Low-Key-Effekt

Gegenteil des High-Key-Effekts. Es ist wichtig, dass das Labor bei der Kopie oder Vergrösserung das als unterbelichtet erscheinende Low-Key-Foto nicht künstlich aufhellt. Bei dieser Aufnahmeart, die eng zusammenhängt mit der Availablelight Fotografie und die oft in lichtarmen Situationen eingesetzt wird, werden dunkle Töne differenziert dargestellt und nur durch wenige helle Akzente in Spannung gebracht.

Luminogramm

Aufzeichnung der Spur von bewegten Lichtquellen. Berühmtes Bespiel ist der Zentaur von Picasso, der durch eine bewegte Taschenlampe bei einer Langzeitbelichtung entstanden ist. In gewisser Hinsicht können auch vorbeifahrende Autos in der Nacht das Foto zu einem Luminogramm machen.

Makro-Objektiv

Spezial-Objektiv zur Aufnahme von kleinen, nahen Motiven. Daher auch 'Lupenobjektiv' genannt. Sie sind in der Regel nicht sehr lichtstark und haben eine sehr geringe Schärfentiefe, sodass die Blende möglichst weit geschlossen sein sollte. Dies bringt bei der 'Makro-Fotografie' das grosse Problem der Beleuchtung, zumal die Kamera selbst oft Schatten wirft.

Maske

Der Begriff taucht in verschiedenen Bereichen auf. Farbmasken dienen im Farbnegativfilm dazu, die Farbsättigkeit zu steigern, indem sie Überlappte Belichtung verhindern, Kontrastmasken können zum Beispiel bei einem Dia vorgeschaltet werden, um etwa die hellbelichteten Flächen bei dem Kopieren zu reduzieren, damit die dunkleren nuancierter dargestellt werden können. Ähnlich wirken die Hochlichtmasken. Retuschiermasken kann man beim Vergrössern auf Teile der Lichtempfindlichen Schicht legen, um dunkle Flächen oder Teile des Motivs zu löschen.

Mehrfachprogrammautomatik

Bei den meisten neueren Kameras gibt es Programmautomatiken, die einem das Einstellen von Zeit und Blende abnehmen. Die Mehrfachprogrammautomatik richtet die für jede Brennweite höchstmögliche Schärfentiefe, ohne dabei in Zeitbereiche zu rutschen, bei denen man verwackeln könnte. Viele Kameras haben diese Funktion mit dem Titel 'Landschaftsaufnahme' belegt und haben als Icon Bäume oder Berge.

Messsucherkamera

Kameratyp, der sich von der Kompaktkamera und Spiegelreflexkamera unterscheidet, da er einen Sucher hat, der einen eigenen Ausgang hat (nicht das Objektiv), der sich aber der Entfernungseinstellung anpasst (Sucherparallaxenangleichung).

Mired

Abkürzung von "Microreciprocal Degrees". Die Mired-Werte geben die Farbtemperatur der Beleuchtung an und sind bezeichen die Konversionsfilter, die zur Korrektur der Farbtemperatur dienen. Der Wert errechnet sich aus den Kelvin-Werten und zwar: Mired= 1.000.000/kelvin.

Mittelformat

Qualitativ hochwertige Kameras, die (zum Beispiel mit 6x6 cm) eine rund viermal grössere Filmfläche pro Bild belichten als Kleinbildkameras. Dies hat den Vorteil, was bei starken Vergrösserungen die Qualität, wie etwa Körnigkeit, entscheidend verbessert. Ihr Nachteil ist, dass sie schwer und unhandlich sind. Durch die extreme Marktführung der Kleinbildkameras sind die Kameras und auch Assesoirs sowie Filme und deren Entwicklung vergleichsweise teurer.

Mittenkontakt

Die Verbindung und Informationsübertragung zwischen Kamera und aufgestecktem Blitzgerät an der Oberseite der Kamera.

Mitziehen

Bei Objekten, die schnell an einem vorrübereilen, kann man während der Belichtung die Kamera in gleicher Geschindigkeit mitziehen. Meist, indem man die Kamera vor sich hält und den gesamten Oberkörper mit dem Objekt mitdreht. Dabei muss die Verschlusszeit relativ lange sein. Glückt das Bild, erscheint das sich bewegende Motiv scharf im Zentrum des Bildes, während der Hintergrund zu Streifen verwischt wird. Diese dynamische Stilistik wird in viel in der Sportfotografie verwendet und bei Werbung für Autos, Fahrräder etc.

Nachtaufnahme

Bei der Nachtaufnahme kommt man um ein Stativ sowie um Kabel- oder Drahtauslöser nur schwerlich herum. Weit schwieriger als bei Tagaufnahmen ist es, die richtige Belichtung zu finden. Zumal oft in einer dunklen Bildgegend auf einmal ein extrem kontraststarke, punktartige Lichtquelle auftaucht. Wird sie in die Belichtungsmessung aufgenommen, kann es sein, dass das gesamte Bild unterbelichtet wird. Nimmt man sie nicht mit auf, wird sie zu weiss und dehnt sich auch noch in die benachbarte Dunkelheit aus. Hinzu kommt der 'Reziprozitätsfehler' oder 'Schwarzschildeffekt' durch den, ja nach Art des Films, die Belichtung noch um einen gewissen Faktor verlängert werden muss, weil der Film ab einer gewissen Dauer aufhört, auf das Licht in gleicher Stärke zu reagieren. Man ist versucht, einen hochempfindlichen Film zu benutzen, der aber grobkörniger ist, was der Qualität der Vergrösserung abträglich ist, es sein denn, man setzt sie als Stilmittel ein. Sich bewegende Gegenstände können derart verwischen, dass sie auf der Aufnahme nicht zu sehen sind. Lichtquellen, die sich bewegen, hinterlassen starke Spuren. Typischen Beispiel sind Autos, die während der Aufnahme durchs Bild fahren. Die Autos selbst sind nicht zu erkenn, aber die beiden Lichter hinterlassen sehr dominante Schlangenlinien. Allgemein ist die Nachtaufnahme trotz gewisser Schwierigkeiten ein lohnende Betätigungsfeld, da oft vor schwarzem Hintergrund Objekte noch farbiger erscheinen und verschiedenfarbige Lichtquellen extrem interessant sein können. Oft lohn es sich auch, das letzt Restlicht der untergegangenen Sonne mit Kunstlicht kompositorisch zu kombinieren, auch wenn man vor der Frag steht, ob und wenn ja welchen Filter man benutzen soll.

Nahgrenze

Die Grenze, ab der man ein Motiv nicht mehr scharf fokusieren kann, weil es zu nah am Objektiv ist. Wo diese Grenze ist, ist ein mechanisches Problem, nämlich wie weit sich die Linsen im Objektiv bewegen lassen. Für ein Normalobjektiv liegt die Grenze bei etwa 50 cm. Bei Teleobjektiven kann es 3 Meter oder mehr sein.

Nebenbilder

Kleine, meist grünliche oder helle Reflexionen im Objektiv, die durch direkte Eintrahlung durch eine starke Lichtquelle entstehe. Mit der Spiegelreflexkamera kann man, da man die Reflexionen sieht, versuchen eine Enstellung zu finden, bei der sie zumindesten stark verringert sind.

Neutral Dichte

Eine Dichte, die keine farbliche Veränderung hervorruft. Im Grunde genommen handelt es sich also nur um Grau. Es gibt Graufilter (engl.: Neutral Density = ND-Filter), deren Ziel es ist, lediglich den Lichteinfall neutral zu verringern. Dies kann sinnvoll sein, wenn man Bewegung als verwischt darstellen möchte, aber zu viel Licht vorhanden ist, um ein lange Belichtungszeit tolerieren zu können.

Offenblitz-Aufnahme

Wenn eine Halle zu gross oder verwinkel ist, um mit einem Blitz zu arbeiten, oder wenn man die Blitzgeräte nicht ausserhalb den Aufnahmewinkels aufstellen oder wenigstens durch Gegenstände im Raum verstecken kann, gibt es die Methode, dass man die Kamera sehr lange offen lässt und mehrere Blitze nach einander von verschiedenen Positionen aus abgibt. Zur Belichtungsmessung nimmt man eine mittlere Blitzentfernung als Durchschnitt.

Panorama-Aufnahmen

Wenn man anstatt ein speziellen Panoramakamera eine normale verwendet, macht man von einer Szenerie mehrer Aufnahme, wobei man die Kamera auf einem Stativ nur um vertikale Achse drehen darf. Wenn die Belichtung und Entwicklung auf allen Aufnahmen identisch war, kann man die Einzelteile später gut zusammensetzen und aneinandergereit auf eine Unterlage aufziehen etc.

Panorama Kamera

Um eine Panoramaaufnahme mit lediglich einer Aufnahme machen zu können, braucht man eine Spezialkamera. ES gibt verschieden Varianten von Panorama-Kameras. Bei der ersten handelt es sich um ein Weitwinkel-Objektiv, dass auf ein breites Format belichtet. Als zweites gibt es eine Kamerasorte, deren Objektiv auf einer Schiene sitzt und sich während der Aufnahme von einer Seite der Kamera auf die andere schwenkt. Dabei wird ein Winkel von etwa 140 Grad möglich. 360 Grad werden möglich mit sogenannten Rotationskameras. Sie drehen einen Schlitz-Verschluss während der Film in der anderen Richtung am Verschluss vorbei gezogen wird. Fernerhin gibt es noch eine Methode, bei der ein Objektiv, dass seitlich weitwinkelig, nach oen und unten aber normal ist, das Bild auf normale Grösse komprimiert. Später bei der Projektion muss der Vorgang rückgängig gemacht werden. Auch bei den Lochkameras gibt es Methoden für Panoramaaufnahmen. So wird zum Beispiel das lichtempfindliche Material nach hinten gewölbt, sodass selbst seitlichst einfallendes Licht am Rande noch auf den Film (oder das Fotopapier) treffen kann.

Pixel

Kurz für 'Picture Element'. Kleinste Einheit eines elektronisch erzeugten Bildes oder auch Masszahl für das Auflösungsvermögen eines CCD-Sensors.

Pocket-Kamera

Kleine Kamera, die nicht mit einem Kleinbildfilm sondern mit einem Kasettenfilm bestückt wird. Wurde durch die Kompaktkameras aus dem Markt gedrängt.

Polarisationsfilter

Filter, der durch seine feine Gitterstruktur (auf molekulare Ebene) bewirkt, dass ein Teil des Lichtes ausgeschaltet wird aufgrund der Tatsache, dass es in einer bestimmtem Richtung schwingt. Als Filter bei der Fotografie hat er den Vorteil, dass man so Licht filtern kann, dass von nichtmetallischen Oberflächen reflektiert wurde, also vor allem Glas und Wasser, und so besser sehen kann, was hinter der Oberfläche liegt. Wasser wird dadurch farbintensiver und bei Schaufenstern sieht man auf dem Foto nicht, dass es eine Scheibe gegeben hatte. Ein weiterer Bereich, wo polarisiertes Licht vorkommt, ist im Dunst. Dadurch werden auch Panoramaaufnahmen und ähnliches farbintensiver. Der unterschied zwischen linearem und zirkularen Polfilter liegt darin, dass die Struktur des linearen einfacher ist, er aber bei Spiegelreflexkameras, die mit einem halbdurchlässigen Spiegel ihre Messungen durchführen, diese Messungen negativ beeinflussen kann. Dort, wo kein polariertes Licht gefiltert wird, wirkt der Polfilter wie ein normaler Graufilter. Siehe hierzu auch die Filter-Seite.

Portrait-Aufnahmen

Man unterscheidet zwischen Live-Portrait, also Menschen in gewohnter Umgebung und Atelier-Portrait. Portraits haben meist das Ziel, die Persönlichkeit treffend darzustellen. Dafür soll auch oft der Hintergrund und die Beleuchtung etc. beitragen.

Prädiktions-Autofokus

Bewegt sich ein Objekt auf die Kamera zu oder von ihr weg, versagt der Autofokus. Teure Kameras dagegeb berechnen die Geschwindigkeit des Objekts und stellen dort scharf, wo das Objekt im Zeitpunkt der belichtung theoretisch sein müsste.

Programmautomatik

Was im Volksmund manchmal Omaknopf heisst. Die Kamera stellt selbstständig die kleinstemögliche Blende ein, ohne die Zeit so zu verlangsamen, dass man verwackeln könnte.

Rahmensucher

Die todgeglaubte Variante eines Suchers, der lediglich aus zwei Rahmen hinter einander besteht, die ungefähr beim Durchblick den Bildausschnitt anzeigen, taucht unverhofft wieder bei den Toycameras wie dem Action-Sampler auf.

Randlichtabfall

Vor allem bei Weitwinkelobjektiven kommt es am Rande des Fotos zu einem Helligkeitsabfall. Dazu führe optische Gesetze, die vor allem schräg einfallendes Licht betreffen. Behelfen kann man sich durch einen Filter, der in der Mitte schwach neutralgrau anläuft. Dadurch wird das Bild wieder gleichmässig, wenn auch die Belichtung stärker sein muss.

Reflexe

Wird das Licht von gänzenden oder auch matten Oberflächen zurückgeworfen, reflektiert, kann dies einem Foto schaden oder es erst interessant machen. Will man Reflexe vermeiden, kann man eventuell mit dem Polarisationsfilter die Reflexe löschen oder man kann in manchen Situationen versuchen, den Lichteinfall auf die reflektierende Oberfläche zu verhindern. Besondere Beachtung sollte man Farbreflexen schenken, da sie auch das Hauptmotiv farbig beleuchten können und dies bei der Betrachtung vor Ort schnell übersehen werden kann.

Restlichtverstärker

Elektronischen Gerät, dass das wenige einfallende Licht selbst dunkelster Szenerien extrem verstärkt und das Bild auf einem Bildschirm darstellt. Dieser Bildschirm kann dann fotografiert werden.

Reziprozitätsfehler

Schon früh wurde erkannt, dass es für die Belichtung den gleichen Effekt hat, wenn man die Belichtungszeit reduziert und gleichzeitig die Belichtungsstärke vergrössert und umgekehrt (Reziprozitätsgesetz). Der Wiener Astronom Schwarzschild erkannte jedoch den nach ihm benannten Effekt, dass bei längeren Belichtungszeiten die Gesetz ausser Kraft gesetzt wird. Da dieser Effekt jedoch je nach Emulsion der verschiedenen Filme unterschiedlich ist, kann man den Verlängerungsfaktor der Belichtung nicht für alle Filme a priori berechnen. Als FotografIn kann man sich aber an den von den Herstellern veröffentlichten Daten orientieren, die empirisch gemessen wurden. Bei Farbfilme kann der Schwarzschildeffekt in den verschiedenen Schichten unterschiedlich früh einsetzen und unterschiedlich stark sein. So entstehen bei Langzeitbelichtungen, manchmal schon ab einer halben Sekunde, erfahrungsgemäss meist grünliche Farbtiche, die aber durch einen entsprechenden Filter und eine längere Belichtung behoben werden können.

SCA

Kurz für 'Sezial Camera Adapter'. Der SCA verbindet Kameras und Blitze unterschiedlicher Herstellungstypen und übermittelt Daten zwischen Blitz und Kamera was die Belichtung und Entfernung des Motivs und ähnliches betreffen.

Schärfepriorität

Normaleinstellung von Kameras mit Autofokus. Es kann erst ausgelöst werden, denn der Autofokus einen Teil des Bildes scharf eingestellt hat. Gegenteil ist die 'Auslösepriorität', bei der auch ausgelöst wird, wenn keine, oder noch keine Scharfeinstellung vorgenommen werden konnte. Bei einfachen Kameras, die diese Enstellung nicht haben, kann man den selben Effekt erreichen, indem man den Autofokus ausschaltet.

Schattenzeichnung

Hat man sehr helle Zonen und sehr dunkle Zonen in einem Bild, kann es leicht passieren, dass die tiefen Schattenzonen als lediglich schwarz dargestellt werden, also die dunklen, feinen Nuancen, die Schattenzeichnung verloren gegangen ist. Abhängig ist die Schattenzeichunng vom Kontrastumfang des Filmes, von der Belichtung und Entwicklung und schliesslich von der Gradation des Materials. Sieht man bei der Aufnahme Schwierigkeiten voraus, kann man mit einem Aufhellblitz versuchen, den Kontrast zu veringern. Bei der Schwarzweissfotografie kann man bei den Abzügen und Vergrösserungen die Schattenzeichnung verbessern. Bei der Farbfotografie it dies schwieriger.

Schlieren-Fotografie

Methode, um Luft- oder Gasbewegungen zu fotografieren. Dies ist vor allem bei wissenschaftlichen Versuchen und in der Produktforschung notwendig. Dabei benutzt man extrem aufwendige optische Systeme, die aber in den Versuch nicht eingreifen.

Schlitzverschluss

Sich seitlich bewegende Lamellen, die das Bildfenster jeweils nur partiel während des Auslösens der Belichtung aussetzen. Dadurch erreicht man extrem kurze Bleichtungszeiten von 1/8000 sekunden oder mehr. Für Blitzaufnahme muss das ganze Bildfenster offen sein. Auch dem werden Schlitzverschlüsse gerecht.

Schnellschuss-Objektiv

Bevor der Autofokus entwickelt wurde, bediente man sich Objektiven mit extrem langer Brennweite (Teleobjektive) sogenannter Schnellschussobjektive, deren Scharfstellung über einen pistolenartigen Griff geschah. Auch heute noch werden sehr grosse Objektive, wie etwa bei der Sport- oder Tiefotografie manchmal mit solchen Griffen scharfgestellt, da sie sehr schnell und einfach zu bedienen sind.

Schnittbildindikator

Durch den Autofokus veraltete Methode des Scharfstellens, bei dem im Zentrum des Suchers zwei Bildausschnitte durch drehen des Objektivs so übereinander geschoben werden müssen, dass Linien, die diesen Teil des Bildes durchziehen, genau aufeinander treffen. Funktioniert nur bei geöffneter Blende, da zum messen seitliche Randstrahlen benutzt werden.

Selbstauslöser

In dem meisten Kamera, die die Funktion des Selbstauslösers haben, beträt die Vorlaufzeit 10 Sekunden.

Selektive Schärfe

Öffnet man die Blende weit, bekommt man eine sehr geringe Schärfentiefe. So kann man genau auswählen, welchen Teil der Szenerie man scharf, und somit getrennt von den anderen haben will. Durch diesen Effekt kann man sehr nahe Objekte, etwa Zweige die ins Bild ragen oder einen Maschendrahtzaun so unscharf darstellen, dass man dem Bild nicht ansieht, dass es sie überhaupt gegeben hat.

Sequenz-Kamera

Kamera mit mehreren Objektiven, die sich eins nach dem anderen in rascher Abfolge öffnen. Dadurch kann man Bewegungsabläufe in Teilschritte zerlegen. Siehe Action-Sampler auf der Toycamera-Seite.

Shift-Objektiv

Spezialobjektiv, das man in einem Bindeglied ein Stück zu allen Seiten verschieben kann. So kann man etwa in der Architektur-Fotografie die stürzenden Linien korrigieren.

Skylight-Filter

Schwach rosa UV-Sperrfilter zur Verringerung von Dunst und Aufwärmung der Farbtemperatur. Ist gedacht zum Beispiel für alpine Panorama-Aufnahmen, bei denen etwa Schneeflächen oder Schattengebiete sehr viel Blau reflektieren sowie Aufnahmen am Meer.

SLR

Abkürzung für 'Single Lens Reflex' und bedeutet Spiegelreflexkamera.

Sofortbild-Fotografie

Methode, bei der die Entwicklungschemie in einer zweiten Schicht dem Film beigegeben ist und nach der Belichtung durch grossen Druck (Walzen) mit der Emulsion durch Difundieren Kontakt aufnimmt. Die Firma Polariod hat sich auf die Entwicklung von Filmen und Kameras mit dieser Methode spezialisiert.

Spiegelreflexkamera

Der Name dieses Typus von Kamera kommt von dem Spiegel, der während des Auslösens nach oben klappt, um das Licht auf das Bildfenster und somit, wenn sich der Schlitzverschluss öffnet, auf den Film zu lassen. Nach der Belichtung klappt der Spiegel wieder herunter und lenkt so das durch das Objektiv kommende Licht so ab, dass man es durch den Sucher sehen kann. Somit kann man beurteilen, was genau auf den Film trifft beim Belichten. Fernerhin fällt die Paralaxe weg, die bei Sucherkameras auftritt, die einen anderen Ausgang benutzen als das Objektiv. So macht selbst das Auswechseln der Objektive kein Problem bei der Beurteilung des Motivs. Darüberhinaus sind Spiegelreflexkameras marktführend im technisch und küstlerisch variableren Bereich als bei den Kompaktkameras, bei denen in der Regel Obektiv nicht ausgewechselt werden kann oder selbst ein Gewinde fehlt, mit dem man Filter vor das Objektiv schrauben könnte.

Springblende

Moderne Kameras schliessen die Blende, so wie es festegelegt wurde, erst unmittelbar vor dem Auslösen, sodass man solange durch den Sucher blickt, ein möglichst helles Bild hat, was das Scharfstellen erleichtert. Eine Abblendtaste schliesst bei manchen Kameras die Blenden schon versuchsweise vorher, damit man die Schärfentiefe beurteilen kann.

Stativ

Bei langen Belichtungszeiten bedarf es einer festen Unterlage für die Kamera, da die Aufnahme sonst verwackelt. Das flexibelste ist in der Regel ein Stativ. Die Kamera kann man auf dem Stativ befestigen und dann anhand eines Kugelgelenkkopfes in die richtige Richtung drehen oder mit Hilfe von Stativgewinden, die sich in drei räumlichen Richtungen bewegen lassen. Fernerhin gibt es kleinere Tischstative, Klemmstative, Schulterstativ oder einbeinige Stative.

Stereo-Fotografie

Mit dieser Methode kann man Räumlichkeit simulieren, indem man durch zwei Objektive gleichzeitig fotografiert und auch die Aufnahme entsprechend durch zwei Okulare (Brille) betrachtet. Das Bild kann auch projeziert werden, wobei die beiden Teilbilder durch verschiede Polarisation unterschieden werden und räumlich wirken, wenn man zwei Polfilter in der entsprechenden Ausrichtung vor die Augen hält. Diesen Effekt erzielt in der Regel eine Brille.

Streulicht

Diffuses, ungerichtetes Licht, dass durch Brechungen verursacht wird und das wenn es an der falschen Stelle, etwa im Objektiv, entsteht, zu Störungen bei der Belichtung führen kann. Daher bemühen sich die Hersteller, Quellen von Streulich mehr und mehr zu beheben.

Stroboskop-Fotografie

Bei langer Belichtungszeit werden extrem kurze Blitzimpule auf ein sich bewegende Objekt gegeben. Dadurch erscheint dann diese Objekt vielleicht 10 oder 50 mal auf dem Foto, aber in durch die Bewegung hat es dabei seine Position in vielen kleinen Schritten verändert, sodass der Ablauf der Bewegung nachvollziehbar wird. Wird sowohl wissenschaftlich als auch kreativ genutzt.

Stürzende Linien

Am besten bemerkbar, wenn man die Kamera nach oben richtet, um ein Haus zu fotografieren. Das Haus scheint nach hinten zu fallen. Um diese optische Täuschung zu korrigieren, kann man Spezialobjektive benutzen, die anstatt nach oben gerichtet zu werden, die Linse parallel zur Filmebene nach oben schieben können (Shift-Objektive). Dadurch erscheint das Haus ohne gerade stehend.

Sucher

Der Sucher macht es möglich, das Motiv, die Scharfeinstellung oder den Bildausschnitt zu beurteilen, bevor es zur Belichtung kommt. Häufigste Suchervarianten sind Durchsichtssucher wie etwa in Kompaktkameras, die lediglich in etwa den Bildausschnitt aufzeigen, nicht jedoch die Schärfe und die einäugigen Sucher der Spiegelreflexkameras, bei denen man auf einen Spiegel blickt, der das durch das Objektiv kommende Licht in den Sucher leitet und beim Auslösen wegklappt, um den Film dem Licht aus zu setzen.

Synchronisationszeit

Die kürzeszmögliche Belichtungszeit, bei der das gesamte Bildfenster nicht vom Verschluss verdeckt wird, sodass der Blitz gleichmässig belichten kann. Bei den meisten Kameras liegt diese Zeit bei etwa 1/90 Sekunden. Hochwertige Kameras haben schneller Synchronisationszeiten, damit man auch, bei Tage etwa, Aufhellblitze verwenden kann. Das setzt aber hohe Anforderungen an die Verlusstechnik.

Systemkamera

Meist Mittel- oder Grossformatkameras, bei denen ein reichhaltiges Angebot von passenden Zusätzen exisitert, sodass sie in sehr vielen fotografischen Bereichen einsetzbar ist.

T

Entspricht der Einstellung B(ulb) und ist kurz für 'time'. Hält bei älteren Kameras den Verschluss für lange Zeit offen.

Tageslichtfilm

Ein Film, der für Aufnahmen im Freien (bei etwa Werten von 5500 Kelvin bzw. 182 Mired), ohne Kunstlicht konzipiert wurde und dort die Farben relativ unverfälscht wiedergibt (siehe Farbtemperatur). Die meisten gebräuchlichen Farbnegativ- und Diafilme sind in etwa auf diesen Wert ausgelegt. Wobei die Tendenz in der Produktforschung der Hersteller in Richtung Kunstlicht (wie etwa Fluoreszenröhren) zu gehen scheint.

Teleobjektiv

Objektiv mit langer Brennweite. Sah man den alten Objektiven die lange Brennweite noch an der Länge der Objektive an, sind heutige Objektive so konstruiert, dass sie nur unwesentlich länger als Normalobjektive sind. Es gibt kaum noch Teleobjektive ohne verstellbare Brennweite (Zoom- oder Varioobjektiv) und die Lichtstärke beträgt etwa 1:4. Teleobjektive haben aufgrund ihrer Optik eine sehr geringe Schärfentiefe. Dies kann man oft gut einsetzen, um Motive aus ihrer Umgebung hervorzuheben.

Theater-Fotografie

Ein Bereich der Availablelight-Fotografie die hohe Ansprüche an das Filmmaterial (Empfindlichkeit, Farbtreue bei Kunstlicht etc.) und an den Fotografen stellt.

Tonwertwiedergabe

Das menschliche Auge nimmt die Helligkeiten von Farben anders wahr, als es die Silberhalogenikristalle im Film tun. So wirkt Gelb stets sehr hell, Blau hingegen eher dunkel. Dies kommt, da im gelben Bereich die Augen am lichtempfindlichsten sind. Der Film ist im blauen Bereich am lichtempfindlichsten. Bei Schwarzweissfotografie wird dies besonders deutlich, da der Himmel in der Regel als fast weiss dargestellt wird. Obwohl sich die Hersteller darum bemühen, die panchromatischen (alle Farben betreffenden) Emulsionen der Filme der Spektralsensibilität des Auges anzupassen, bleibt hier immer noch ein Unterschied, den man aber mit (Gelb-)Filter ausgleichen kann, wenn man will. Mit Filtern entspricht die Tonwertwiedergabe (Helligkeit der Farben) ziemlich genau dem, was man als Betrachter erwartet.

Trickfilter und -linsen

In der Regel Filter, die nicht die Farbwerte, sondern diverse andere Verfremdungen im Bild verursachen. Typisches Beispiel sind Weichzeichner, oder Strahlengitterfilter, die bewirken, dass punktartige Lichtquellen als langstrahlige Sterne erscheinen. Tricklinsen sind besonders geschliffene Linsen, die etwa einen Teil des Bildes verdoppeln (durch Prismen) oder das ganze oder Teile des Bildes stark vergrössern (Nahlinsen). Siehe hierzu auch die Filter-Seite.

Überbelichtung

Kommt beim Auslösen zu viel Licht auf den Film, wird er überbelichtet. Ein Labor kann Korrekturen vornehmen sowohl bei der Entwicklung (Pull-Entwicklung) als auch bei dem Kopieren auf Abzüge, aber die Qualität des Abzuges wird geringer sein, als bei einem richtig belichteten Film. Werden keine Korrekturen vorgenommen, sind Abzüge (Kopien) von (den zu dunklen) Farbnegativen und von den zu hellen Dias blässlich. Lediglich eine leichte &Uuuml;berbelichtung kann eine stärkere Farbsättigung bewirken. Dafür sollt man aber nicht zu hochempfindliche Filme benutzen, da durch Überbelichtung die Körnung etwas verstärkt wird, die bei höher empfindlichen Filmen ja bereits schon grober ist.

Überstrahlung

Am häufigsten treten Überstrahlungen (Streulicht) bei Gegenlichtaufnahmen auf, wenn etwa eine schwarze Silhouette keine klaren Konturen hat, sondern zum Rand hin heller wird und ausgefranst erscheint.

Ultraviolett-Fotografie

Meist wissenschaftlich genutzter Bereich der Fotografie, bei dem die Wellen im Ultravioletten Bereich von Reflexionen aufgenommen werden. Man kann somit besondere Substanzen nachweisen oder ähnliches. Für die Ultraviolett-Fotografie bedarf es einer Lichquelle, die viel UV-Licht abstrahlt (Quecksilbersdampflampen), einem (schwarzen) Filter, der das sichtbare Licht sperrt und oft spezielle Objektive, da moderne Objektive das für die Fotografie im sichtbaren Lichtbereich störende UV-Licht anhand der Glassorten und Beschichtung (Vergütung) absorbieren.

Unterbelichtung

Fällt zu wenig Licht auf den Film, wird er unterbelichtet. Ein Labor kann Korrekturen vornehmen sowohl bei der Entwicklung (Push-Entwicklung) als auch beim Kopieren auf Abzüge. Die Qualität nimmt, vor allem bei Farb(negativ)filmen rasch ab. Farbdiafilme sind grundsätzlich ungeeignet für sowohl Unter- als auch Überbelichtung. Manche Schwarzweissfilme (z.B. T-Max von Kodak) kann man ohne grössere Qualitätsverluste erheblich unterbelichten und anschliessend push-entwickeln, sodass ein Film bei Empfindlichkeit ISO 3200/36 belichtet werden kann, als habe er eine Empfindlichkeit von ISO 25000/45.

Unterwasserfotografie

Die Problematik der Unterwasserfotografie sind das Eindringen von Wasser in das Gehäuse, das rasche Abnehmen von bestimmten Wellenlängen (Farben) bei zunnehmender Tiefe, sowie unter Umständen die Tatsache, dass Objekte 1/4 näher erscheinen als sie sind (Wenn die Kamera keinen Autofokus hat). Es gibt spezielle Wasserdichte Unterwasserkameras, oder wassedichte Gehäuse für normale Kameras, sowie passend, wasserdichte Blitze, da die Helligkeit, mit den Farben, rasch abnimmt. Ein Gelb, oder Orangefilter kann dem Blaustich entgegenwirken.

UV-Filter

Sperrt UV-Licht, dass oft die Farbsättigung, vor allem bei Panoramaaufnahmen, verringert (UV-Licht bricht sich stark in den schwebenden Partikeln und Wassertröpfchen in der Luft). Viele FotografInnen benutzen einen UV-Filter als ständigen Schutz der Frontlinse den Objektivs, da er weder die Farbtöne beeinflusst, noch Helligkeit (des sichtbaren Lichts) absorbiert. Vergrösserung

Kann man ein Dia noch mit einer Projektion betrachten, bedarf es beim Negativ, sowohl Farbe als auch Schwarzweiss einer Umkehrung ins Positive um es betrachten zu können. Damit einher geht in der Regel eine Vergrösserung indem man das Bild auf Positivpapier projeziert und so einen Prozess in Gang setzt, der dem der Belichtung des Films in etwa entspricht. Bei der Projektion kann man das Format des Papier frei wählen, wobei ein zu grosser Abzug (Kopie) mit Qualitätsverlusten verbunden ist.

Verlängerungsfaktor

Bei Kameras, die nicht durch die Linse messen um die Belichtung zu berechnen, muss man bei Filtern und Nahlinsen gewisse Belichtungs-Verlängerungsfaktoren einrechnen, da sie Licht absorbieren. Der Faktor wird von den Herstellern zu den jeweiligen Filtern und Linsen bekannt gegeben.

Verlauffilter

Ein Filter der auf der einen Hälfte durchsichtig ist und auf der anderen farbig, wobei der Übergang sehr fliessend ist. Anstatt der Farbe kann es auch Neutralgrau sein, dass eine einseitige Verdunkelung bringt, ohne die Farbe zu beeinträchtigen. Um dem Helligkeitsabfall zum Rand des Fotos hin (Vignettierung) zu begegnen gibt es auch Verlauffilter, die zum Zentrum hin dunkler werden, sodass die Aufnahme gleichmässig wird. Siehe dazu auch die Filter-Seite.

Verschluss

Mechanischer Teil des Kameragehäuses, der sich zur Belichtung des Filmes öffnet und sich anschl&iessend wieder schliesst um den Film vor weiterem Lichteinfall schützt. Es gibt zwei Arten von Verschluss. Der Schlitzverschluss und der Zentralverschluss.

Verwackeln

Da die Gefahr, zu die Aufnahme durch Verwackeln zu beeinträchtigen, mit grösserer Brennweite des Objektivs ebenfalls grösser wird, kann man als Faustregel sagen, dass die kürzestmögliche Zeit in etwa der entspricht, wenn man 1/Brennweite nimmt. Gemeint ist also Brennweite 50 mm wird zu 1/50 sekunde. Da es diese Zeit in der Regeln nicht gibt, nimmt man stattdessen 1/60 Sekunde. Ein Teleobjektiv mit Brennweite 200 mm würde demnach eine Zeit von 1/200 sek. bringen. Mit etwas Üung und natürlich mit einem Stativ kann man auch längere Belichtungszeiten problemlos ohne Verwackeln benutzen. Bei sehr grossen Brennweiten kann es aber selbst auf einem Stativ durch die mechanischen Bewegungen innerhalb der Kamera zu Verwacklungen kommen, wenn das Stativ nicht sehr stabil ist.

Verzeichnung

Durch die angestiegene Qualität der meisten Objektive, sind tonnen- oder kissenförmige Verzeichnungen oft kaum zu bemerken, auch wenn sie nicht völlig zu beheben sind. Vor allem Weitwinkel- und Zoomobjektive haben diesen Effekt, dass Linien, die nicht durch das Bildzentrum laufen, von ihrer eigentlichen Richtung nach innen (Kissenform) oder nach aussen (Tonnenform) gedrängt werden. Am deutlichsten zu sehen ist Verzeichnung bei Fisheye-Objektiv.

Vignettierung

Wenn am Bildrand schwarze Ecken auftauchen, wenn man dies Vignettierung. Dafür kann es mehrere Gründe geben, der einfachste ist, wenn man viele Filter vor einander schraubt, dringt nicht genug schäges Licht ein, um auch die Ränder und Ecken des Bildfelden zu belichten. Vor allem beim Weitwinkelobjektiven können auch optische Brechunggesätze dazu führen, dass schräg einfallendes Licht zu stark oder in die falsche Richtung gebrochen und zu Streulicht wird, anstatt das Bild an der richtigen Stelle zu belichten. Wenn das Blitzgerät nur einen sehr kleinen Beleuchtungswinkel hat, kann es ebenfalls dazu führen, dass die Ränder der Aufnahme zu dunkel geraten. Bei Weitwinkelobjektiven kann ein Verlauffilter den Helligkeitsabfall zu Rand hin ausgleichen.

Wechselobjektiv

Bei den meisten Kameras, von den Kompaktkameras abgesehen, kann man die Objektive auswechseln und je nach Aufnahmesituation das geeignetste vor die Kamera setzen. Dies ist vor allem dadurch sinnvoll, da jedes Objektiv optisch auf einen bestimmten Bereich optimiert ist und dort möglichst geringe Abbildungsfehler produziert.

Weichzeichner

Lässt scharf Konturen verschwimmen, indem er Licht überstrahlen lässt. Der Weichzeichner wird in der Regel als Filter oder Linse vor das Objektiv geschraubt. Es gibt aber auch Weichzeichner-Objektive, mit denen man unterschiedliche Grade einstellen kann. Der einfachste Weg zu Weichzeichner ist das Objektiv selbst oder ein davor gehaltenes Glas oder einen beliebigen UV-Filter oder etwas ähnliches mit Vaseline oder sehr feiner Gaze zu bedecken.

Weitwinkel-Objektiv

Objektiv mit geringer Brennweite und meist breiter Öffnung, womit man sehr viel der Szenerie auf den Film bringt. Brennweiten für ein Weitwinkel sind etwa alles unter 35 mm und enden im Extrem beim Fisheye-Objektiv bei etwa 6 mm. Vielleicht die typischste Brennweite beträgt 24 mm.

Zentralverschluss

Eine der beiden Arten von Verschluss, bei dem sich in der Regel drei Plättchen um die eigene Achse drehen und da sie in etwa dreieckig sind, beginnen sie sich bei der Drehung zu überlappen. Im Gegensatz zum Schlitzverschluss sitz der Zentralverschluss im, oder kurz hinter dem Objektiv.

Zwischenring

Stück, dass man zwischen Kamerageäuse und Objektiv schrauben kann, das aber selbst keine Linsen enthält. So verschiebt sich die Linsengruppe des Objektivs weg von der Filmebene und es werden Nahaufnahmen möglich.



Zurück nach oben
Zur Schlagwortliste